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LG will bei Blu-ray-Entwicklung auf HDTV-Kopierschutzdebakel reagieren

Der koreanische Hersteller will zunächst nur einen Blu-ray-Disk-Player auf den US-Markt bringen. Bis zur Veröffentlichung eines entsprechenden Recorders möchte man eine Lösung entwickeln, mit der sich auch Premiere-HD-Sendungen aufzeichnen lassen.

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LG will Anfang kommenden Jahres nur einen Blu-ray-Disc-Player veröffentlichen -- und das auch vorerst nur auf dem US-Markt. Das südkoreanische Unternehmen geht davon aus, dass die Hollywood-Studios unter den Blu-ray-Unterstützern dann wenigstens auf diesem Markt vorbespielte BD-Medien mit hochaufgelösten Filmen anbieten. Ein entsprechendes Vertrauen bezüglich europäischer Blu-ray-Disk-Veröffentlichungen fehlt LG hingegen offenbar.

Auf beiden Märkten will man sich mit Blu-ray-Disc-Recordern erst einmal zurückhalten. Das Unternehmen reagiert damit auf die jüngsten Entwicklungen in Sachen Kopierschutz. So werden beispielsweise Premiere-HD-taugliche Receiver kopiergeschützte digitale Videoausgänge (DVI mit HDCP/HDMI) bieten, über die der Anschluss von HD-Aufnahmegeräten nicht vorgesehen ist. Die analogen Ausgänge an den HD-Receivern können wiederum von Premiere auf Wunsch der Rechteinhaber lahmgelegt werden. Somit ließen sich die Blu-ray-Disc-Recorder, die nach bisheriger Planung nur über analoge HD-Eingänge verfügen sollten, nicht zur Aufzeichnung von Premiere-HD-Sendungen in voller Auflösung einsetzen.

Bis zur Veröffentlichung eines entsprechenden Recorders möchte man daher eine Lösung entwickeln, mit der sich auch Premiere-HD-Sendungen aufzeichnen lassen. Hierfür müsste man zwangsweise die kopiergeschützten Ausgänge nutzen, wogegen die Rechteinhaber ihr Veto einlegen dürften. LG will nach eigenen Angaben zusätzliche Sicherungen einbauen, gab aber noch keine Details bekannt. Ob das Unternehmen die Hollywood-Studios überzeugen können wird, bleibt abzuwarten. (nij)