Strahlentherapie macht dem Skalpell Konkurrenz
Die Bekämpfung von Tumoren mit Hilfe von Strahlen gilt als höchst gefährlich, hat sich in Wirklichkeit aber längst als ernst zu nehmende Therapie-Alternative etabliert -- und sie wird immer besser.
Strahlentherapie hat einen schlechten Ruf. Sie gilt vielen als gefährlich und als letzte Chance, wenn gar nichts anderes geholfen hat. Doch dieses Image entspricht schon lange nicht mehr der Realität: Bereits heute wird jeder zweite Krebskranke in Deutschland mit Strahlen behandelt; bei jedem zweiten vom Krebs Geheilten waren Strahlen beteiligt, berichtet Technology Review in seiner neuen Ausgabe.
Im Kampf um Umsätze und Patientenzahlen streiten Gerätehersteller und Mediziner um die beste Methode, um Kosten und Nutzen der neuen Technologien. Drei Bestrahlungsarten (Photonen, Protonen oder Schwerionen) werden von den jeweiligen Experten ins Feld geführt. Dabei steht fest, dass nicht eine Strahlenart und eine Technik zum radiochirurgischen Allheilmittel aufsteigen wird. Vielmehr erweitert jede Neuentwicklung das Behandlungsspektrum der Mediziner stetig.
Mit neuen bildgebenden Verfahren können Krebsmediziner viele Tumore mittlerweile in frühen Stadien aufspüren, in denen sie noch relativ leicht behandelt werden können. Seit kurzem steht ihnen zum Beispiel eine Kombination aus Positronenemissionstomografie (PET) und Computertomografie zur Verfügung: Nach einer elektronischen Bildfusion liefern die PET-Daten Informationen über biologische Prozesse, zum Beispiel über die Stoffwechselaktivität eines Tumors, zugleich gibt das CT-Bild Aufschluss über dessen genaue Lage. Das Fernziel ist, bereits mikroskopische Tumore erkennen und lokal bekämpfen zu können.
Siehe dazu in der aktuellen Ausgabe von Technology Review:
- Strahlengewitter, Technology Review 2/2005, S. 48
Die neue Ausgabe von Technology Review ist ab Donnerstag, den 20. Januar, im gut sortierten Zeitschriftenhandel erhältlich oder kann portokostenfrei online bestellt werden. (sma)