Millionenstrafe wegen unerlaubter Vervielfältigung von Microsoft-Software
Ein Tochterunternehmen der französischen MPO-Gruppe fertigte für einen Kunden 20.000 Kopien von Microsoft Exchange Server und Microsoft SQL Server. Eine gültige Lizenz für den Weiterverkauf von MS-Produkten hatte der Auftraggeber allerdings nicht.
Die französische MPO-Gruppe, einer der größten CD-Hersteller weltweit, hat sich mit Microsoft auf eine nicht näher bezifferte Millionenzahlung wegen unerlaubter Vervielfältigung von Software geeinigt. Im Jahr 2003 hatte die thailändische MPO-Tochter für einen Kunden rund 20.000 Kopien von Microsoft Exchange Server und Microsoft SQL Server angefertigt. Der Kunde soll angegeben haben, eine Lizenz für den Weiterverkauf von Microsoft-Produkten zu besitzen, was sich später aber als falsch herausstellte.
MPO, das für 2005 einen Jahresumsatz von 260 Millionen Euro ausweist und in Köln auch einen deutschen Standort unterhält, spricht deshalb von einem Missverständnis. Microsoft erklärte, dass man Vervielfältigungslizenzen direkt mit den Datenträger-Produzenten aushandele, Third-Party-Aufträge für MS-Produkte seien in der Regel nicht erlaubt. Entdeckt hatte der Konzern die "Raubkopien" bei Testkäufen in Asien. MPO habe zur Aufklärung beigetragen, teilte Microsoft weiter mit. (pmz)