P2P-Nutzer bekennen sich gegenĂĽber US-Justiz schuldig

In den USA wird es zum ersten Mal auf Bundesebene zu einer Bestrafung von Nutzern eines geschlossenen P2P-Netzes wegen illegaler Verbreitung urheberrechtlich geschĂĽtzten Materials kommen.

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Im Rahmen der Operation Digital Gridlock, bei der US-amerikanische Bundesbehörden seit August 2004 gegen ein geschlossenes P2P-Netz ermitteln, haben sich zwei der Nutzer schuldig bekannt. Damit wird es zum ersten Mal auf Bundesebene zu einer Bestrafung wegen unerlaubter Verbreitung urheberrechtlich geschützten Materials über ein P2P-Netz kommen, teilt das US-amerikanische Justizministerium mit (PDF). Das Urteil soll am 29. April verkündet werden. Die beiden Beklagten erwartet eine Geldbuße von bis zu 250.000 US-Dollar und eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren.

William R. Trowbridge und Michael Chicoine haben von August 2002 bis August 2004 jeweils einen Netzknoten (Hub) in dem P2P-Netz über das P2P-System Direct Connect betrieben, heißt es in der Mitteilung des Justizministeriums. Dort seien viele Computerspiele, Musikstücke, Filme und Computerprogramme angeboten worden. Ermittler hätten bei beiden Beklagten urheberrechtlich geschütztes Material im Gesamtwert von gut 25.000 US-Dollar herunterladen können. Auch sollen sich die Beklagten durch illegale Nutzung urheberrechtlich geschützten Materials bereichert haben. (anw)