Google dementiert Gerüchte über eigenen Webbrowser

Google-Chef Eric Schmidt sieht ausreichend Alternativen im Webbrowser-Segment. Microsoft gibt er noch eine Chance, Google im IE 7 mehr zu berücksichtigen.

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Der US-amerikanische Suchmaschinenbetreiber Google plant nicht die Entwicklung eines eigenen Web-Browsers. Das hat der CEO des Unternehmens Eric Schmidt bei einem Analystentreffen laut Wall Street Journal klargestellt. Er begegnete damit Gerüchten, Google wolle bei dieser wichtigen Software Microsofts Internet Explorer Paroli bieten. Es gebe genügend gute Alternativen für die Internetnutzer. Eher werde das Unternehmen wie bisher mit Browserherstellern kooperieren.

Eine solche Kooperation besteht zwischen Google und der Mozilla Foundation, zum Beispiel beim Phishing-Schutz für Firefox 2 und bei der Toolbar für den Webbrowser. Probleme bereitet dem Suchspezialisten hingegen Microsoft mit seinem Internet Explorer, der in der kommenden Version 7 ohne voreingestellte Google-Suche auskommen soll. Der Microsoft-Konkurrent hatte sich bereits mit kartellrechtlichen Bedenken an das US-Justizministerium gewandt; das Ministerium sah aber keinen Anlass einzuschreiten. Schmidt bekräftigte laut anderen US-Medienberichten gegenüber den Analysten nun seine Befürchtungen. Da sich der IE 7 aber noch in einem Vorstadium befinde, habe Microsoft wohl noch genügend Gelegenheit zu einer Änderung.

Google-Produktmanager Jonathan Rosenberg hob als die Produkte, durch die sein Unternehmen für künftige Auseinandersetzungen mit Microsoft und auch Yahoo gut gestellt sei, Google Maps und Google Earth hervor. Letzteres habe mehr Besucher zu den lokalen Diensten gelenkt. Googles Bemühungen auf dem Printmarkt seien hingegen noch in einem frühen Stadium. Hier müssten noch die richtigen Werbeformate gefunden werden. (anw)