Wo das Internet brummt

London ist laut TeleGeography die Stadt mit der besten IP-Anbindung. Insgesamt sei eine deutliche Verlangsamung des Bandbreitenwachstums zu beobachten.

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Der internationale IP-Datenverkehr wächst in Schwellenländern rasant, so richtig brummt das Internet aber nach wie vor an den klassischen Knotenpunkten. Dies geht aus dem aktualisierten Global Internet Geography Report (GIG) von TeleGeography hervor. Die Stadt mit der dicksten internationalen Anbindung ist demnach London. Insgesamt 1,1 TBit/s könnten von der britischen Hauptstadt ins Ausland übertragen werden. Der tatsächlich gemessene Rekordwert liegt bei 439 GBit/s. Das Land mit der größten internationalen Bandbreite ist wenig überraschend die USA: 1,4 TBit/s wären möglich, maximal 704 Gigabit wurden bisher pro Sekunde ins Ausland übertragen.

Das weltweite Wachstum des IP-Verkehrs zwischen Ländern hat sich laut TeleGeography deutlich verlangsamt. Nach einem Plus von 103 Prozent im Jahr 2004 prognostiziert das Unternehmen 49 Prozent Wachstum für 2005. Am schnellsten wächst der Traffic mit 70 Prozent pro Jahr in Lateinamerika. Nachdem sich der Traffic in den 90ern noch alle 100 Tage verdoppelt habe, sei dies nun etwa alle zwei Jahre zu erwarten. Der Preisverfall habe sich noch deutlicher verlangsamt, was zu gestiegenen Umsätzen bei den Carriern führe.

Im GIG sind Statistiken und Preise für 64 Länder, über 40 Städte und 77 Backbone-Anbieter angeführt. Deutschland verfügt demnach über eine internationale Bandbreite von etwa 754.000 MBit/s. Die Leitungen führen vor allem in die Niederlande (159.854 MBit/s), nach Frankreich (131.739 MBit/s) und nach Großbritannien (109.132 MBit/s). (Daniel AJ Sokolov) / (hob)