US-Behörde doch in Sorge wegen IBMs Lenovo-Deal
Mitglieder des für ausländische Investitionen in den USA zuständigen Komitees CFIUS sorgen sich wegen des von IBM angestrebten Verkaufs seiner PC-Sparte an die chinesische Lenovo-Gruppe.
Mitglieder des für ausländische Investitionen in den USA zuständigen Komitees CFIUS (Committee on Foreign Investments in the United States) sorgen sich wegen des von IBM angestrebten Verkaufs seiner PC-Sparte an die chinesische Lenovo-Gruppe. Ihre Bedenken gelten Aspekten der nationalen Sicherheit, meldet die Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung gut unterrichteter Kreise. Die Federal Trade Commission (FTC) hatte zuvor erklärt, sie werde keinen Einspruch gegen das geplante Geschäft einlegen. Das CFIUS befürchte, Mitarbeiter von Lenovo könnten Industriespionage betreiben. Das Komitee arbeitet übergreifend für elf US-Behörden, unter anderem das Verteidigungsministerium und das Departement of Homeland Security. Das Finanzministerium hat den Vorsitz.
Durch den Kauf der IBM-Sparte würde Lenovo zum weltweit drittgrößten PC-Hersteller nach Dell und Hewlett-Packard aufsteigen. Das Hauptquartier soll im Armonk im US-Staat New York entstehen, während die Geschäfte von Peking und Raleigh (US-Bundesstaat North Carolina) aus geführt werden sollen. (tol)