Staatsanwaltschaften befürchten Zunahme an Internet-Betrügereien
Im Weihnachtsgeschäft haben nach Einschätzung von Staatsanwälten auch Online-Betrüger Hochkonjunktur. Die einfache Rechnung: Je mehr im Internet gekauft werde, desto mehr werde auch betrogen.
Im Weihnachtsgeschäft haben nach Einschätzung von Staatsanwälten auch Internet-Betrüger Hochkonjunktur. "Wir gehen davon aus, dass die Zahl an Anzeigen in den kommenden Wochen zunimmt", sagte Henry Roth von der Siegener Staatsanwaltschaft am Freitag. Je mehr im Internet gekauft werde, desto mehr werde auch betrogen. Besonders gefährdet seien Kunden von Online-Auktionen, die nach der Bezahlung vermeintlicher Schnäppchen keine Ware bekommen. Der Staatsanwalt empfiehlt, in jedem Fall die Treuhand-Konten zu nutzen. "Wer das nicht macht, ist ziemlich blauäugig." Bis die Anzeigen bei ihm einträfen, dauere es aber vermutlich noch einige Wochen.
Eine Zunahme der Anzeigen erwartet auch Josef Hempelmann von der Arnsberger Staatsanwaltschaft. Der Oberstaatsanwalt rät vor allem bei Angeboten aus dem Ausland zur Vorsicht. "Wenn dann bei hohen Beträgen ein Bargeld-Transfer ins Ausland als Zahlungsmethode angegeben wird, kann man das Geld auch gleich in die Mülltonne werfen", sagte Hempelmann. Gesellschaften wie Western Union seien zwar bei der Aufklärung sehr kooperativ. Dennoch verliefen die Spuren häufig im Sand, weil die Abholer mit gefälschten Daten operierten. (dpa) / (pmz)