Oracle-Chef bietet 100 Millionen US-Dollar fĂĽr Insider-Handel-Vergleich

Larry Ellison will eine Aktionärsklage wegen angeblichen Insider-Handels durch Zahlungen von 100 Millionen US-Dollar an wohltätige Einrichtungen aus der Welt schaffen.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Der Chef und Gründer des Software-Konzerns Oracle, Larry Ellison, will eine Aktionärsklage wegen angeblichen Insider-Handels durch Zahlungen in Höhe von 100 Millionen US-Dollar aus der Welt schaffen. In der Klage, die seit nahezu fünf Jahren beim Superior Court in San Mateo, Kalifornien, anhängig ist, wird Ellison vorgeworfen, im Januar 2001, wenige Wochen vor einer Gewinnwarnung des Unternehmens, Aktien im Wert von fast 900 Millionen US-Dollar verkauft zu haben. Der Kurs der Oracle-Aktie brach nach der Gewinnwarnung am 1. März 2001 um nahezu 5 US-Dollar (minus 22 Prozent) ein.

Einem Bericht der New York Times zufolge bietet Ellison den klagenden Aktionären an, die 100 Millionen US-Dollar über fünf Jahre gestreckt wohltätigen Einrichtungen zuzuführen, wobei die Zahlungen im Namen von Oracle geleistet werden sollen. Die Anwälte der Kläger würden zusätzlich insgesamt 22,5 Millionen US-Dollar erhalten. Neben einem O.K. des Oracle-Aussichtsrates bedarf der Deal allerdings auch noch der Zustimmung des Gerichts, das für den 26. September eine entsprechende Anhörung anberaumt hat. Ellison zählt zu den zehn reichsten Menschen auf dem Globus. Von Oracle bezog er im vergangenen Jahr ein Gehalt von rund 7,5 Millionen US-Dollar. (pmz)