Infineon schließt drei Glasfaser-Standorte
Infineon will in seinem defizitären Glasfaserbereich drei Standorte schließen. Betroffen seien Berlin, München und der US-Standort Longmont.
Infineon will in seinem defizitären Glasfaserbereich drei Standorte schließen. Betroffen seien Berlin, München und der US-Standort Longmont mit rund 350 Mitarbeitern, zitiert dpa Infineon-Chef Wolfgang Ziebart, der auf der Hauptversammlung in München sprach. Allein in Berlin sind es 280 Beschäftigte, die vor allem in der Entwicklung arbeiten. Einigen sollen andere Stellen im Konzern angeboten werden, der Konzern schloss betriebsbedingte Kündigungen aber nicht aus. Zuvor war bekannt geworden, dass der Konzern einen Teil seines Glasfasergeschäftes an die US-Firma Finisar verkauft. Dafür erhalte Infineon Aktien im Wert von 50 Millionen US-Dollar und habe damit einen Anteil von 13 Prozent an Finisar inne, hieß es.
Ursprünglich hatte Finisar die gesamte Glasfasersparte mit Aktien im Wert von 263 Millionen US-Dollar kaufen wollen. Auf Grund der geschäftlichen Entwicklung der Sparte sollte Infineon später nur noch Aktien im Wert von 141 Millionen US-Dollar erhalten. Vor zwei Wochen war die Transaktion dann auf Grund von Differenzen endgültig geplatzt. (tol)