Kölner CCC sucht junge Leuchten
Die Kölner Sektion des Chaos Computer Club veranstaltet zum dritten Mal ein Nachwuchsprojekt, bei dem Jugendliche unter 23 Jahren ihre Programmier- und Bastelfähigkeiten weiterentwickeln können.
Zum Hacker wird man nicht geboren, Hacker kann man lernen: Programmieren, Löten und Improvisieren gehört zum Handwerk. Die Kölner Sektion des Chaos Computer Club veranstaltet deshalb zum dritten Mal ihr Nachwuchsprojekt U23, bei dem Jugendliche unter 23 Jahren ihre Programmier- und Bastelfähigkeiten weiterentwickeln können.
Die Nachwuchshacker bekommen eine Aufgabe, die sie in mehreren Wochen bewältigen sollen. Das Projekt in diesem Jahr heißt Fnordlicht: Bis November sollen verschiedene Teams eine intelligente Leuchte auf LED-Basis konstruieren. Die Leuchten sollen nicht nur zentral angesteuert werden, sondern auch per I2C untereinander kommunizieren können. Jeder Teilnehmer wird zunächst ein eigenes Fnordlicht zusammenlöten. Damit alles klappt, erhalten sie Unterstützung von löterfahrenen Tutoren des Chaos Computer Clubs. Anschließend geht die Arbeit in Teams weiter: Es muss die Firmware der Fnordlichter programmiert und die Technik der Rechneransteuerung gelöst werden.
"Wir wollen Jugendliche mit Interesse an Elektronik an ein neues Gebiet heranführen", erklärt Projektleiter Alexander Neumann. "Gerade bei dem Umgang mit Mikrocontrollern ist die Lernkurve sehr steil. Zum Schluss soll jeder Teilnehmer in der Lage sein, einen Mikrocontroller zu programmieren." Die Teilnehmer müssen nicht nur Zeit für die sechs Projektabende mitbringen, sondern auch etwas Geld investieren: 42 Euro kostet der Fnordlicht-Bausatz mit Platinen, Prozessor und diversen Kleinteilen. Auf dem Programm steht auch ein Besuch in einer vollautomatischen Platinenfertigungsanlage in der Nähe von Dortmund. (Torsten Kleinz) / (anw)