Gewerkschaft befürchtet massiven Arbeitsplatzabbau bei Telstra
Die australische Gewerkschaft Community and Public Sector Union fordert die Regierung auf, einen Maßnahmenkatalog für Kostensenkungen beim größten australischen Telekom-Anbieter zu veröffentlichen.
Die australische Gewerkschaft Community and Public Sector Union (CPSU) vermutet, beim größten australischen Telekom-Anbieter Telstra sollen bis zu 14.000 Arbeitsplätze abgebaut und somit 20 Prozent der Belegschaft entlassen werden. Die CPSU hat das Telstra-Management und die Regierung nun aufgefordert, ein 104-seitiges Dokument mit geplanten Kostensenkungsmaßnahmen zu veröffentlichen, das aus der Feder von Telstra-COO Greg Winn stammen soll.
Australiens Ministerpräsident John Howard hatte vor kurzem angekündigt, die Regierung wolle im nächsten Jahr ihren 51,8-prozentigen Anteil verkaufen. Es sei kontraproduktiv und nicht im nationalen Interesse, wenn die Regierung die Hälfte des größten Unternehmens des Landes besitze, sagte Howard. Die oppositionelle Labor-Partei lehnt den Verkauf ab. Die Gewerkschaft warnt in einem Brief den Senator von Queensland vor den Folgen einer Arbeitsplatzvernichtung. Einige Gemeinden würden sehr hart getroffen. (anw)