Bericht: Umbau bei Siemens Com umfangreicher als bisher erwartet

Beim Siemens-Konzern steht laut eines Zeitungsberichts nicht nur die Ausgliederung tausender Stellen an. Die IG Metall befĂĽrchtet einen Arbeitsplatzabbau.

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Siemens plant in seiner angeschlagenen Kommunikationssparte (Com) einen größeren Umbau als bislang angenommen. Neben der bereits angekündigten Ausgliederung von 4600 Stellen plane der Konzern, "zahlreiche Arbeitsplätze" abzubauen, zitiert die Süddeutsche Zeitung die IG-Metall. Auch prüfe der Konzern die Ausgliederung von 1700 weiteren Stellen in rechtlich selbstständige Einheiten, berichtet die Finanznachrichtenagentur dpa-AFX. Gestern haben demnach in Frankfurt Gespräche stattgefunden, an denen der Vizechef der IG Metall, Berthold Huber, die Siemens-Zentralvorstände Johannes Feldmayer, Jürgen Radomski und Gesamtbetriebsratschef Ralf Heckmann teilgenommen hätten. Ein Siemens-Sprecher habe Gespräche über eine Neuausrichtung bestätigt, aber zu Details keine Stellung bezogen.

Neben den 4600 Mitarbeitern des Vertriebs für Mittelstandskunden könnten nach Gewerkschaftsangaben auch 1700 Beschäftigte des Vertriebs für Großkunden ausgegliedert werden. Die IG Metall beharre darauf, dass der Konzern den Anfang 2005 mit der IG Metall abgeschlossenen Tarifvertrag für die Siemens-Niederlassungen einhalte. Bestandteil des Vertrags sei, dass die 12.000 Beschäftigten der Siemens-Gesellschaften in Deutschland zum 1. Oktober 2005 wieder in die Siemens AG integriert werden. Dazu zählten nach IG-Metall-Angaben auch die 4600 bis 6300 von der erneuten Ausgliederung betroffenen Beschäftigten. Da das aktuelle Beschäftigungsniveau wegen des technischen Wandels längerfristig nicht gesichert werden könne, habe die IG Metall Gesprächsbereitschaft signalisiert. (anw)