eBay Deutschland bietet Auktionen via Opera Mini an
Die Browseranwendung, die auf zahlreichen Java-fähigen Handys läuft, verspricht einen vollwertigen Zugang zu eBay-Auktionen. Opera zufolge sind die Nutzerdaten auch bei der Mobilfunkübertragung geschützt.
Der deutsche Ableger des Internet-Auktionshauses eBay bietet in Kooperartion mit dem norwegischen Entwickler eine eigene Variante von Opera Mini an, einer Browseranwendung für Java-fähige Handys. Den Browser stellt Opera zum WAP-Download zur Verfügung. Alternativ lässt sich das Programm auch per kostenpflichtiger SMS aus einem deutschen Mobilfunknetz mit dem Text OPERA an die Nummer 88881 anfordern und zahlt dafür 49 Cent. Die eBay-Version basiert auf der überarbeiteten Version Opera Mini 2.0, die seit Anfang Mai verfügbar ist, und bietet oben auf der Startseite einen mit dem eBay-Logo belegten Link zum eBay-Angebot.
Opera und eBay, die ihr Angbot noch als gemeinsames Pilotprojekt bezeichnen, versprechen den eBay-Nutzern, das Auktionsangebot im selben Umfang wie per PC nutzen zu können. Entsprechend der Opera-Philosophie für mobile Browser werden Bilder bandbreitenschonend heruntergerechnet und die Website für die Darstellung auf kleinen Displays angepasst. Dies geschieht auf Servern der Norweger, die ihre Mini-Browser-Anwendung auch in Kooperation mit Drittanbietern in "customized versions" anbieten.
In eBays Dienstbeschreibung findet sich der Hinweis, dass das Log-in bei eBay via Opera Mini ausschließlich über eine eBay-URL erfolgen solle. Gegenüber heise online gab Opera-Sprecher Eskil Sievertsen an, dass auf den Servern seines Unternehmens keine Passwörter für Anwendungen wie eBay gespeichert würden. Die Verbindung zwischen den norwegischen Servern und denen bei eBay sei per SSL verschlüsselt. Während der Übertragung der Daten im Mobilfunknetz komme für die Verschlüsselung eine Eigenentwicklung namens OBML (Opera Binary Markup Language) zum Einsatz, da auf der Luftschnittstelle kein SSL zur Verfügung stehe.
In Deutschland kooperiert Opera bereits mit Debitel. Der Serviceprovider kündigte auf der CeBIT an, Handys mit vorinstallierten Mini-Browsern anzubieten. Bereits im Frühjahr hatte Opera Mini weltweit über zwei Millionen Nutzer. In einem Kurztest auf heise mobil – Browser für unterwegs – hinterließ die erste Version einen guten Eindruck, nach unseren Erfahrungen läuft Opera Mini 2.0 noch stabiler und wurde um nützliche Funktionen erweitert: Zum Beispiel lassen sich Bookmarks als Shortcut auf der Handy-Tastatur mit #2 aufrufen und mit #7 hinzufügen. (ssu)