DSL-Provider QSC kauft Mehrheit an Broadnet
QSC übernimmt mit Broadnet ein Netz für SDSL-Anschlüsse und Infrastruktur für Wireless Local Loop.
Der Kölner DSL-Provider QSC übernimmt die Mehrheit am Konkurrenten Broadnet. Durch eine Vereinbarung mit den Hauptaktionären und dem Management von Broadnet erhält QSC eine Mehrheit von 67 Prozent an dem Hamburger Internetprovider. Broadnet bietet nicht nur DSL-Anschlüsse für Privatkunden und Unternehmen, sondern betreibt auch ein eigenes SDSL-Netz mit nach eigenen Angaben 600 Hauptverteilern. Außerdem ist Broadnet einer der wenigen übriggebliebenen Anbieter, der Wireless Local Loop ("letzte Meile" per Funk) offeriert.
Nach der Übernahme von Broadnet verfüge man direkt und indirekt über 1200 Hauptverteiler in mehr als 140 deutschen Städten, erklärte QSC. Der Deal soll im Zuge eines Aktientauschs und der Ausgabe neuer QSC-Aktien erfolgen: Die Hauptaktionäre und das Management von Broadnet erhalten je Broadnet-Aktie 1,054 QSC-Anteile. Dafür beschlossen Vorstand und Aufsichtsrat von QSC eine Kapitalerhöhung durch Ausgabe von 11.232.176 neuen Aktien zum Preis von einem Euro je Aktie.
QSC erhofft sich durch den Kauf von Broadnet vor allem eine Stärkung des Geschäfts mit Firmenkunden. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der DSL-Provider nun einen Umsatzanstieg von mindestens 36 Prozent auf über 265 Millionen Euro, nachdem das Unternehmen bislang von einem Umsatz von mehr als 240 Millionen Euro ausgegangen war. Beim EBITDA erwartet QSC trotz der Kosten für die Übernahme und Restrukturierungsmaßnahmen aufgrund von Synergieeffekten weiterhin 15 bis 20 Millionen Euro. Welche Auswirkungen die angesprochenen Synergieeffekte möglicherweise auf die Mitarbeiter haben, darüber ließ sich QSC nicht weiter aus. (jk)