Verizon will Übersee-Verbindungen vor Ausfällen sichern

Der Telefonnetzbetreiber will seine Unterseekabel "vermaschen", sodass Daten- und Sprachverbindungen beim Ausfall einzelner Kabel einfacher umgeleitet werden können. Auch das geplante Seekabel zwischen den USA und China soll Teil dieses Netzwerks werden.

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  • Reiko Kaps

Der Telefonnetzbetreiber Verizon will seine Unterseekabel mit einer Technik nachrüsten, die bei Ausfällen einzelner Leitungen zusätzliche Routen für Daten- und Sprachverbindungen bereitstellt. Die Kabel sollen dabei "vermascht" werden, sodass laut Verizon über drei Haupt-Seekabel bis zu sechs unterschiedliche Wege möglich sind. Auch das Seekabel zwischen den USA und dem chinesischen Festland, das Verizon mit Netzbetreibern aus China, Taiwan und Korea plant, soll Teil dieses Vorhabens werden.

Leitungsausfälle, wie sie durch das Erdbeben vor Taiwan verursacht wurden, sollen damit besser und schneller behoben werden können, sagte ein Sprecher von Verizon gegenüber US-amerikanischen Medien. Am 27. Dezember 2006 wurden so mehrere Unterseekabel zwischen den USA, Asien, Indien und Europa beschädigt, die auch in den folgenden Tagen den Internetverkehr in Asien behindert hatten. Mehr als 100 Millionen Nutzer in China, Taiwan, Singapur und Südkorea waren betroffen. Zwar aktivierten die Internetbetreiber ihre Notsysteme, doch konnten sie den Ausfall nicht vollständig auffangen; bislang dauern die Reparaturarbeiten an, sodass der normale Internet-Datenverkehr in der Region noch nicht wieder gewährleistet ist. (rek)