Telekom punktet vor allem bei DSL

Die Zahl der Breitband-Anschlüsse stieg um 48,8 Prozent auf 6,1 Millionen. Die Mobilfunktochter T-Mobile musste in Deutschland allerdings Rückschläge hinnehmen.

vorlesen Druckansicht 215 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.
Von
  • Torge Löding

Die Deutsche Telekom hat im abgelaufenen Quartal im Mobilfunkgeschäft von deutlichen Zuwächsen ihrer US-Tochter profitiert. Die Zahl der Mobilfunkkunden erhöhte sich konzernweit um knapp 1,9 Millionen auf 77,4 Millionen.

In Deutschland hat T-Mobile indes Rückschläge hinnehmen müssen: Mit einem Kundenzuwachs von 1,1 Millionen hatte der Anbieter im Vergleich zu seinen Konkurrenten klar das Nachsehen. Vor allem im vierten Quartal verlor der Marktführer auf Grund der veränderten Strategie hin zu mehr Profitabilität an Boden. Der Zuwachs habe hier lediglich bei 113.000 Neukunden gelegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Dennoch bleibt T-Mobile mit 27,5 Millionen Kunden in Deutschland die Nummer 1. Erzkonkurrent Vodafone bleibt mit 27 Millionen Kunden dicht dahinter. Den größten Sprung nach vorn machte O2, der kleinste der vier Mobilfunkbetreiber: Allein im vierten Quartal wurden 729.000 neue Kunden gewonnen. E-Plus hatte bereits vor zwei Wochen einen Zuwachs des Kundenbestandes um 1,3 Millionen auf 9,5 Millionen bekannt gegeben. Damit kletterte die Zahl der Mobilfunkkunden in Deutschland gegenüber 2003 um gut 10 Prozent auf 71,4 Millionen.

Größter Wachstumstreiber für die Telekom-Tochter war indes T-Mobile USA, die mit 1,019 Millionen Vertragsabschlüssen mehr als die Hälfte aller Neukunden gewann. Ende des Jahres telefonierten 17,3 Millionen Amerikaner über das Netz der Tochter. Im Gesamtjahr gewann T-Mobile USA im wettbewerbsintensiven Marktumfeld 4,2 Millionen Kunden.

Deutlich zulegen konnte die Festnetzsparte T-Com bei DSL-Anschlüssen. Die Zahl der Breitband-Anschlüsse stieg um 48,8 Prozent auf 6,1 Millionen. Davon entfielen 5,8 Millionen auf Deutschland und rund 0,27 Millionen auf Osteuropa. Die Zahl der Telefonanschlüsse einschließlich ISDN sank hingegen um 1,3 Prozent auf 57,2 Millionen. Zwar nahmen die ISDN-Kanäle im Jahresverlauf um 0,8 Prozent auf 21,7 Millionen zu, im zweiten Halbjahr 2004 waren sie aber erstmals rückläufig. Die Telekom begründete dies mit dem Wegfall des Preispaketvorteils von DSL in Verbindung mit ISDN sowie der zunehmenden Sättigung des Marktes. Die Internet-Tochter T-Online steigerte die Zahl der Kunden zum Jahresende europaweit um rund 370.000 und erreichte damit zum Jahresende rund 13,5 Millionen Nutzer, davon entfielen rund 11,4 Millionen Kunden auf Deutschland. (tol)