Motorola sucht offenbar Käufer für Automotive-Sparte
Das US-amerikanische Bankhaus J.P. Morgan Chase wurde nach Informationen des Wall Street Journal damit betraut, eine mögliche Veräußerung abzuwickeln. In Motorolas Automotive-Bereich sind rund 5000 Mitarbeiter beschäftigt.
Bei Motorola gibt es offenbar konkrete Pläne, die Automotive-Sparte zu verkaufen. Nach Informationen des Wall Street Journal wurde das US-amerikanische Bankhaus J.P. Morgan Chase damit betraut, eine mögliche Veräußerung abzuwickeln. Als potenzielle Käufer kämen insbesondere private Investment-Unternehmen in Frage, berichtet die Wirtschaftszeitung unter Berufung auf unternehmensnahe Kreise.
Motorola zählt zu den führenden Anbietern im Bereich der Fahrzeugtelematik und produziert Sensoren, Halbleiter und passive Bauelemente, die unter anderem bei Navigation-, Kommunikations- und bei Sicherheitsanwendungen zum Einsatz kommen. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete die Automotive-Sparte, in der weltweit rund 5000 Motorola-Mitarbeiter beschäftigt sind, einen Umsatz von 1,68 Milliarden US-Dollar.
Den möglichen Kaufpreis beziffert das WSJ auf 1 Milliarde bis 2 Milliarden US-Dollar. Vor dem Hintergrund sinkender Umsätze in der Automobil-Zuliefererbranche hatte Motorola-CEO Ed Zander der Automotive-Sparte zuletzt einen Sparkurs verordnet und die Mitarbeiterzahl um 8 Prozent reduziert. Auch wurde die Produktion eigener GPS-Chips für die Fahrzeugnavigation eingestellt. (pmz)