Microsoft greift Skinkers und Vimio unter die Arme
Der britische RSS-Dienstleister Skinkers und das auf die Optimierung von Mobilfunk-VideoĂĽbertragungen spezialisierte irische Unternehmen Vimio profitieren dabei von den neuen IP-Venture-Programmen des Software-Riesen.
Software-Gigant Microsoft leistet Technologietransfer quer über den Atlantik und unterstützt ein britisches sowie ein irisches Internet-Unternehmen: Der Londoner Firma Skinkers stellen die US-Amerikaner Knowhow zur Fortentwicklung von Skinkers Desktop Newsagent zur Verfügung. Diese Applikation unterstützt RSS-basierte Direct-to-Desktop-Alerts und wird von renommierten Medienunternehmen wie der Financial Times dem Wall Street Journal eingesetzt. Im Gegenzug erhalten die Redmonder nach Firmenangaben eine Kapitalbeteiligung an Skinkers. Medienberichten zufolge beträgt dieser Anteil zehn Prozent. Dafür kann von Skinkers die News-Alerts um P2P-Lösungen ergänzen, an denen Microsoft die Rechte hält. Dank P2P soll die Geschwindigkeit und die Zahl der anschließbaren Empfänger für Eilmeldungen erhöht werden. Skinkers zählte 2005 zu den Empfängern eines der Europäischen IST-Preise, die jährlich an innovative IT-Unternehmen vergeben werden.
Die Dubliner Firma Vimio hat sich auf die Optimierung von Video-Übertragungen im Schmalband-Bereich spezialisiert und bietet unter anderem Kompressionsverfahren für Mobilfunkanbieter an. Damit verbreitete Bewegtbilder sollen schärfer sein und weniger ruckeln als Lösungen von Konkurrenten. Im Rahmen einer Vereinbarung mit Microsoft erhält Vimio Zugang zu den Forschungslaboren der Redmonder und darf von Microsoft entwickelte Verfahren zur Video-Optimierung verwenden. Vimio und Skinker gehören zu den ersten Unternehmen, die Abkommen mit Microsoft im Rahmen der IP Venture-Programme erhalten – IP steht in diesem Fall für "Intellectual Property". (ssu)