Wofür braucht man biegsame Displays?
Experten stellen bei flexiblen Displays zuweilen die Sinnfrage – die britische Firma Plastic Logic hat sie von Kunststudenten beantworten lassen.
Gibt es überhaupt einen Bedarf an biegsamen Displays, und für welche Anwendungen braucht man die Flexibilität? Solche Fragen tauchen in Vorträgen auf der Displaytechnik-Konferenz SID häufiger auf. Die Experten stellen zuweilen sogar den Sinn der auf sehr dünnen Metall-, Glas- oder Plastikträgern aufgebrachten Displays infrage. Die britische Firma Plastik Logic hat deshalb Studenten des renommierten Central Saint Martin’s College of Arts and Design – an diesem hat beispielsweise James Dyson studiert – beauftragt, sich über mögliche Einsatzgebiete von biegsamen Displays Gedanken zu machen.
Bei diesen Überlegungen kamen interessante Designstudien wie ein zweiseitiges eBook heraus, das sich mit der Möglichkeit zum Umblättern der Handhabe von herkömmlichen Büchern nähert. Unter den Ergebnissen war auch eine elektronische Fahrkarte, die beim Betreten des Bahnhofs aktuelle Abfahrtszeiten und mögliche Verspätungen des gewählten Zuges anzeigt. Und ein leicht zu befestigendes Armband mit Patientendaten sowie Display soll in Krankenhäusern die Übergabe der Patienten zwischen Abeilungen oder Klinikpersonal erleichtern. Ein elektronisches Notenblatt wiederum nebst Notenständer soll das mühsames Suchen und Blättern während eines Konzerts erübrigen. (uk)