Zeitung: Elektroschrottberge in Ă–sterreich

Vier Wochen nach Inkrafttreten der kostenlosen Rücknahme von Altgeräten stapelt sich in Österreich der Elektroschrott bei den Abgabestellen, berichtet die Online-Ausgabe der österreichischen Tageszeitung Kurier.

vorlesen Druckansicht 65 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • Angela Meyer

Vier Wochen nach Inkrafttreten der kostenlosen Rücknahme von Altgeräten stapelt sich in Österreich der Elektroschrott bei den Abgabestellen, berichtet die Online-Ausgabe der österreichischen Tageszeitung Kurier. Zwar hat Österreich anders als Deutschland die Übertragung der Rücknahmeverantwortung auf die Hersteller rechtzeitig zum von der EU vorgesehenen Stichtag umgesetzt. Offensichtlich hat aber die Ankündigung, den Elektroschrott ab diesem Termin kostenlos abgeben zu können, Private ebenso wie Händler veranlasst, die Räumung von Keller und Speicher beziehungsweise Lagerräumen bis nach diesem Stichtag hinauszuschieben, sodass jetzt besonders viele Geräte im Handel und bei den Kommunen abgegeben werden.

Gleichzeitig stockt bei Letzteren die Weiterleitung der Geräte zum Recycling: Die Verhandlungen darüber, wieviel die für die Organisation des Recycling gegründeten Sammelsysteme den kommunalen Sammelstellen für den Elektroschrott bezahlen, sind immer noch nicht abgeschlossen. Diese Erfahrungen dürften in deutschen Kommunen, deren Bürger noch viel mehr Zeit haben zu sammeln, Überlegungen stützen, einen solchen Effekt beispielsweise durch die Festlegung von Maximalmengen pro Anlieferung zu dämpfen. (anm)