Eintragung der Marke "Linux" in Australien gescheitert

Ein Anwalt von Linus Torvalds wollte in Australien die Marke Linux eintragen lassen. Die zuständige Behörde "Intellectual Property Australia" befand jedoch, Linux sei ein zu allgemeiner Begriff.

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Von
  • Mattias Hermannstorfer

Linus Torvalds ist in Australien vorläufig mit einem Antrag gescheitert, Linux als Trademark eintragen zu lassen. Die zuständige Behörde "Intellectual Property Australia" schrieb Torvalds Anwalt Jeremey Malcolm laut einem Bericht von ZDnet, dass Linux ein zu allgemeiner Begriff sei. Durch ihn habe eine Firma nicht genügend Möglichkeiten zur Unterscheidung im Markt (no sufficient "inherent adaptation to distinguish in the marketplace"). Auch beispielhaft eingereichte Wikipedia- und Google-Anfragen überzeugten die IPA offenbar nicht. Die Organisation bezweifelt in dem Brief (PDF-Datei) außerdem die Berechtigung von Malcom, derartige Beweise im Namen von Torvalds anzuführen.

Die Rechte an dem Namen "Linux" hält seit 1997 Linus Torvalds. Er hat zu deren Verwendung einige Richtlinien aufgestellt. Zuletzt hatten zahlreiche australische Firmen von Linux Australia, das sich um Markenrechtsangelegenheiten in Australien kümmert, Aufforderungen erhalten, künftig jährlich zwischen 2000 und 5000 Australische Dollar zu bezahlen, wenn sie weiterhin mit dem Namen Linux werben wollen. Zuvor mussten Unternehmen, die die Marke nutzen wollten, lediglich eine einmalige Lizenzgebühr von 500 US-Dollar zahlen. Torvalds sieht von dem Geld allerdings nichts -- die Lizenzgebühren gehen vollständig an das Linux Mark Institute, das zu Linux International (LI) gehört und die Marke verwaltet. (mhe)