IBM bringt neuen Datenbankserver

IBM hat die Version 9 des Datenbankservers DB2 vorgestellt, die bisher unter dem Codenamen "Viper" firmierte.

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IBM hat Version 9 des Datenbankservers DB2 vorgestellt. Als wesentliche Neuerungen des Servers, der bislang unter dem Codenamen "Viper" firmierte, streicht IBM vor allem seine XML-Fähigkeiten, die komprimierte Datenspeicherung (Codename "Venom") und die erweiterten Selbstüberwachungsfunktionen heraus.

Die "pureXML"-Technik ermöglicht es nach Angaben von IBM, konventionelle relationale und XML-Daten nahtlos miteinander zu integrieren, ohne dass XML-Dokumente neu formatiert oder in BLOBs gespeichert werden müssten. Auf beide Datenarten könne man sowohl per SQL als auch per XQuery oder XPath zugreifen. Mit der neu entwickelten Kompressionstechnik "Venom" will IBM vor allem in großen Tabellen mit sich wiederholenden Datenmustern signifikante Einsparungen an Plattenplatz und I/O-Bandbreite erreichen. DB2 9 biete zudem erweiterte Möglichkeiten zum Partitionieren von Daten und sei in der Lage, seinen Speicherplatz autonom zu verwalten. Mit Label Based Access Control (LBAC) können Administratoren Zugriffsrechte sehr flexibel definieren.

Entwicklern liefert IBM die DB2 Developer Workbench, eine umfassende Entwicklungsumgebung fĂĽr Stored Procedures, SQLJ-Anwendungen sowie SQL- und XQuery-Abfragen. Daneben gibt es verbesserte Plug-ins fĂĽr Microsoft Visual Studio.

DB2 9 soll am 28. Juli weltweit auf den Markt kommen und in verschiedenen Ausbaustufen fĂĽr Unternehmen (DB2 Enterprise, DB2 Workgroup), kleine und mittlere Firmen (DB2 Express) sowie fĂĽr Entwickler (DB2 Express-C) erscheinen. Die Preise beginnen fĂĽr die Express-Ausgabe bei 4874 US-Dollar pro Prozessor oder 165 US-Dollar pro Anwender, wobei mindestens fĂĽnf Lizenzen erworben werden mĂĽssen. (hos)