Die FuĂźball-WM als Roaming-Festmahl
Die deutschen Netzbetreiber dürfen durch die Fußball-WM mit einem zusätzlichen Roaming-Umsatz von 36,5 Millionen Euro rechnen.
36,5 Millionen Euro werden aus dem Ausland angereiste Fußball-Fans für Mobilfunk-Leistungen deutscher Netzbetreiber während der Fußball-WM ausgeben. Diese Schätzung von Informa Telecoms & Media beruht auf historischen Nutzungsverhalten und aktuellen Preis-Trends. Über eine Million Fans werden demnach durchschnittlich 36,50 Euro pro Kopf ausgeben. Die großen internationalen Mobilfunker-Allianzen sorgen dafür, dass der größere Teil des Roaming-Verkehrs in den Netzen von T-Mobile und Vodafone ablaufen wird.
Informa erwartet, dass der durchschnittliche Roaming-User während seines WM-Aufenthaltes zehn Telefonate aktiv führt und sechs Anrufe annimmt. Außerdem werde er acht SMS versenden, einmal Daten übertragen und vielleicht auch eine MMS absetzen. "Die jüngsten Preissenkungen, die Anbieter wie Orange oder Vodafone angekündigt haben, werden den Fans aus der EU zugute kommen", meint Mark Newman von Informa. Doch von den 32 Mannschaften vertreten nur zehn EU-Mitglieder, darunter Deutschland.
Aufgrund der hohen Roaming-Tarife dürften manche Besucher deutsche Prepaid-SIM-Karten erwerben. Anbieter, die Personen ohne deutschen Wohnsitz oder Personalausweis als Kunden ausschließen, werden an diesem Kuchen natürlich kaum mitnaschen können. (Daniel AJ Sokolov) / (uma)