Musiklabel verkauft Musik bald nur noch als Downloads
Den Verkauf von Vinyl-Platten und CDs möchte das Indie-Musiklabel Ropeadope aus ökonomischen Gründen einstellen.
Das Indie-Muskiklabel Ropeadope nimmt Abschied von CD und Vinyl-Platte und will Musik kĂĽnftig nur noch als Downloads ĂĽber das Internet anbieten. Ab 6. Februar plant Ropeadope ĂĽber seinen Webshop, Alben von KĂĽnstlern wie Electric City, Joshua Abrams oder Aunt Jessica zu verkaufen. Ein komplettes Album wird dann 7,99 US-Dollar und ein einzelner Song 89 US-Cent kosten. Zum Start des Angebots sollen Alben von maximal sieben KĂĽnstlern zu haben sein. Bis Ende 2007 plant das Label, das Angebot um mindestens 18 auf 25 Titel auszuweiten. Auch ĂĽber andere Online-Music-Shops sollen die Alben dann zu haben sein.
Zu der Entscheidung, Musik künftig nur noch online anzubieten, äußerte der Gründer von Ropeadope, Andy Hurwitz, in einem Blog unter anderem: "Wir verdienen nun von der ersten Platte an Geld und müssen uns nicht mehr mit Rückläufern rumärgern. Innerhalb kürzester Zeit können wir neue Bands unter Vertrag nehmen und deren Musik anbieten." Insgesamt handele es sich um eine rein ökonomische Entscheidung, nachdem in der Vergangenheit das klassische CD-Geschäft im Laden stark einbrach und die Verkäufe über den Internet-Shop in die Höhe geschnellt seien.
Die Musiker sollen die Rechte an den Masterbändern behalten, wird weiter berichtet. Ropeadope lizenziere lediglich die Rechte am digitalen Vertrieb. Beim Wired-Blog-Eintrag ist die Rede davon, dass die Musikstücke im MP3-Format angeboten werden sollen. (boi)