Bericht: Arbeitsplatzabbau bei AgfaPhoto stärker als erwartet

Beim insolventen Foto- und Laborgerätespezialisten bleiben nach einem Verkauf an Investoren vermutlich nur noch rund 500 Arbeitsplätze erhalten.

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Von
  • Mattias Hermannstorfer

Bei AgfaPhoto werden mit rund 500 noch weniger Stellen als erwartet übrig bleiben, heißt es in einem Bericht der Financial Times Deutschland (FTD). Vor der Insolvenz im Mai beschäftigte der Fotospezialist etwa 1800 Mitarbeiter, anschließend war noch von 850 bis 1000 Restarbeitsplätzen die Rede. Die belgische Agfa-Gevaert hatte ihre ehemalige Kernsparte vor rund einem Jahr an eine Beteiligungsgesellschaft verkauft.

Nach Informationen der FTD steht Insolvenzverwalter Andreas Ringstmeier mit zwei Investoren in Verhandlung. Den Abschluss will er auf der Gläubigerversammlung am 11. Okober präsentieren. Einer der Investoren plane die Fortführung der Fotopapiersparte, der andere setze dagegen auf Geschäfte mit Laborgeräten. In beiden Fällen verblieben vermutlich langfristig rund 500 Arbeitsplätze an unterschiedlichen Standorten: Agfas Fotopapierfertigung befindet sich mehrheitlich in Leverkusen, Laborgeräte baut das Unternehmen dagegen in Peitung und München.

Eine zur Hälfte aus Staatsmitteln und Insolvenzmasse finanzierte Beschäftigungsgesellschaft hat bislang gut 200 Mitarbeiter für ein Jahr lang aufgefangen. Dafür stehen bis zu 50 Millionen Euro bereit. (mhe)