TSMC meldet Serienproduktion der neuen ATI-Radeon-Grafikchips mit Avivo-Technik
Der taiwanische Chip-Auftragshersteller fertigt die neuen ATI-Radeon-Grafikprozessoren X1800, X1600 und X1300 in 90-Nanometer-Technik auf 300-mm-Wafern.
Nach Angaben des weltgrößten Chip-Auftragsherstellers (Foundry) TSMC ist ATI einer seiner größten Abnehmer von 90-Nanometer-Chips: Tausende von 300-Millimeter-Wafern mit den neuen Grafikprozessoren (GPUs) Radeon X1800 (R520), Radeon X1600 und Radeon X1300 seien zurzeit in Bearbeitung. ATI erwarte, dass Grafikkarten mit diesen neuen Chips "Ende September" im Handel auftauchen werden.
ATI hat bereits damit begonnen, die GPU-Vorgänger-Generation abzuverkaufen. Nach bisher nicht offiziell bestätigten Gerüchten stehen die Produktbezeichnungen X1600 und X1300 für die GPU-Kerne mit den Codenamen RV530 und RV515. Außerdem sollen sehr ähnliche ATI-Grafikprozessoren auch in der neuen Xbox 360 stecken.
ATI kündigte auch an, dass die neuen Radeons und ihre Treiber Bildverbesserungsverfahren namens Avivo mitbringen sollen. Dieser Name erinnert an Intels VIIV-Marke für Wohnzimmer-Computer. Avivo bündelt eine Reihe von Techniken zur Beschleunigung der Verarbeitung komprimierter Videodaten und zur Verbesserung der Bildsignalqualität, darunter MPEG-2-Komprimierung in Hardware, Hardware-Unterstützung für MPEG-2-, H.264- und VC-1-Dekompression sowie Upscaling, größere Farbtreue durch 10-Bit-Verarbeitung der Videodaten, Dual-Link DVI bis 2560 × 1600 Bildpunkte, ein angeblich im PC-Bereich neuartiger Auflösungsskalierer, um LC-Displays immer mit ihrer nativen Auflösung ansteuern zu können, eingebaute Rauschunterdrückung und ein 12-Bit-Analog/Digital-Wandler für analoge Fernsehsignale. (ciw)