Google Earth jetzt auch für Linux
Die neue Beta-Version des beliebten Satellitenkarten-Browsers Google Earth läuft jetzt auch unter dem freien Betriebssystem Linux.
Google spendiert seinem 3D-fähigen Satellitenkarten-Browser Google Earth zum einjährigen Geburtstag das erste größere Update. Die neue Ausgabe steht als Release 4 Beta zum Download bereit. Während die bisherige Version 3 lediglich für Windows XP/2000 und für Mac OS X ab Version 10.3.9 verfügbar war, gibt es die Version 4 Beta nun auch für Linux. Bislang blieb Anhängern des freien Betriebssystems nur der Umweg über den Windows-Emulator Wine oder Virtualisierungslösungen wie den VMWARE-Player, wenn sie in den Genuss der Karten-Software kommen wollten.
Das neue Release setzt einen Kernel ab 2.4 und die glibc-Bibliothek Version 2.3.2 oder höher voraus. Als X-Server verlangt die Software XFree86-4.0 oder den inzwischen in fast allen großen Distributionen als Standard eingesetzten X.org-Server ab R6.7. Die Google-Website bescheinigt ihre Lauffähigkeit explizit unter dem neuen Suse 10.1, Ubuntu 5.10, Fedora Core 5, Linspire 5.1, Gentoo 2006.0, Debian 3.1 und Red Hat 9.
Bei der Qualität der Satellitenbilder rüstet der Suchmaschinenprimus kräftig nach. Die Anzahl von hochaufgelösten Bildern sei in der neuen Version vervierfacht worden, hieß es bei Google. Deutschland sei das erste Land, das inzwischen komplett mit hochaufgelösten Satellitenaufnahmen erschlossen sei, erklärte der bei Google für die Anwendungen "Earth" und "Maps" zuständige John Hanke gegenüber dpa. (akl)