Intel investiert 30 Millionen Dollar in Cloud und Embedded Computing
Insgesamt 100 Millionen US-Dollar will Intel in den kommenden Jahren in die universitäre Forschung investieren. 30 Prozent davon sollen in den kommenden 5 Jahren in den Bereich Cloud und Embedded Computing fließen.
- Robert Lippert
Rund 100 Millionen US-Dollar hat Intel in den kommenden Jahren für die Forschung an Universitäten reserviert. Auf etwa 30 Millionen US-Dollar aus dem Budget darf sich jetzt die Carnegie Mellon freuen – in Partnerschaft mit den Intel Labs entstehen hier zwei neue Intel Science and Technology Centers (ISTC) für das Embedded Computing und das Cloud Computing.
Am ISTC for Cloud Computing soll weiter an Intels Cloud-2015–Strategie gefeilt werden. Die Forscher wollen dabei drei Grundsäulen näher herausarbeiten. So geht Intel laut einem Whitepaper (PDF-Datei) davon aus, dass man zur Effizienzsteigerung um eine weitere Spezialisierung der Cloud-Infrastruktur nicht herumkomme und Kostensenkungen nur über den Weg der Automatisierung zu erreichen seien.
Effizienzsteigerung und Kostensenkung sind somit zwei der Themen, die nach Intels Einschätzung künftig eine wesentliche Rolle im Bereich Cloud Computing spielen werden. Beim dritten Thema soll es Intels Prognose nach darum gehen, dass DISC-Analysen (Data-intensive scalable computing) auf besonders große Datensätze (Big Data) künftig die Regel sein würden und neue Programmierframeworks und -techniken erfordern.
Beim ISTC for Embedded Computing wollen sich die Forscher hingegen um neue Algorithmen, Systemarchitekturen und neue Fähigkeiten künftiger Prozessoren bemühen (Whitepaper, PDF, 326 KByte). Ziel der Forschung seien hier Systeme, die eine Personalisierung von Anwendungen in Echtzeit erlauben, die spontan mit ihrer Umgebung interagieren können und die über "Crowdsourcing"-Fähigkeiten verfügen würden (Informationen aus unterschiedlichen Quellen teilen, interpretieren und verifizieren können und in der Lage sind, entsprechend zu handeln).
Intels Science and Technology Center sind gemeinschaftlich geführte Projekte zwischen Intel und der wissenschaftlichen Community in den USA. Das Förderprogramm der Intel Labs richtet sich daher auch nur an dort beheimatete Universitäten. Neben der Carnegie Mellon sind auch die Standford-Universität (mit einem ISTC for Visual Computing) und die UC Berkeley (mit dem ISTC for Secure Computing) am aktuellen Programm beteiligt. ()