Lufthansa Technik führt digitale Signatur ein

Das Completion Center, das Verkehrs- und VIP-Maschinen nach Kundenwünschen umrüstet, und der Entwicklungsbetrieb setzen für die Entwicklungs- und Technikunterlagen auf digitale Signatur und elektronische Archivierung.

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Von
  • Christiane Schulzki-Haddouti

Die Lufthansa Technik hat für das Completion Center und den Entwicklungsbetrieb die qualifizierte digitale Signatur eingeführt. Das Completion Center rüstet Verkehrs- und VIP-Maschinen nach Kundenwünschen um. Hierbei werden alle umbaurelevanten Unterlagen, die mit den unterschiedlichsten Applikationen erstellt wurden, mit digitalen Signaturen versehen, die dem deutschen Signaturgesetz entsprechen.

Der Entwicklungspartner Mentana entwickelte eine DLL für die digitale Signatur. D-Trust liefert die Signaturkarten und ist für ihre Zertifizierung zuständig. Für die Mitarbeiter wurde eine eigene Stelle für Identifizierung und Kartenausgabe eingerichtet. Auf der Signaturkarte ist das persönliche Zertifikat des Mitarbeiters hinterlegt. Ein externes Kartenlesegerät liest für einen Signaturvorgang die Karte aus und gleicht die PIN ab. Die so signierten Dokumente werden in einer elektronischen Unterschriftenmappe gespeichert. Sie bietet auch die Möglichkeit, in Vertretung zu unterschreiben. Rund 450 Mitarbeiter arbeiten inzwischen mit der elektronischen Signatur.

"Dank der elektronischen Signatur können wir viel Geld sparen, weil wesentlich weniger zeitraubende Klärungsfälle anfallen. Auch der Workflow hat sich beschleunigt. In der Regel musste zuvor ein Papierdokument einen Tag auf einem Schreibtisch auf die Unterschrift warten", sagt Projektleiter Thomas Mihatsch. Da ein Dokument gegebenenfalls an mehreren Standorten in Berlin, Frankfurt, München und Hamburg unterschrieben wird und erst die dritte Unterschrift den Vorgang freischaltet, sei die Kooperation zwischen verschiedenen Standorten nun einfacher und schneller.

Mihatsch betont auch den verminderten Archivierungsaufwand: Bei einem Umbauprojekt fallen zwischen 50.000 und 100.000 Dokumentenseiten an. Bis ein Jahr nach der Außerkraftsetzung muss die Lufthansa die Dokumente aufheben. "Das Papierarchiv ist sehr groß. Das Wiederauffinden von Dokumenten ist sehr aufwendig", meint der Projektleiter. Mit der Einführung der digitalen Signatur habe sich die Lage enorm verbessert. "Die Abwicklung erfolgt deutlich systematischer."

Archiviert werden die Dokumente als PDF-Dateien. "Das Dateiformat ist so offen, dass sich auch im Jahr 2050 noch ein Viewer entwickeln lässt", begründet Mihatsch seine Entscheidung. Auch sei PDF zwar komplexer als TIF, gleichwohl sei mit PDF keine weitere Datei für die Signatur nötig, da diese bereits in der Dokumentendatei integriert sei. (Christiane Schulzki-Haddouti) / (jk)