Take-Two schreibt rote Zahlen

Der US-amerikanische Spielepublisher kam im vorigen Quartal nicht an den Erfolg im Vorjahr heran, als das Ergebnis vom Blockbuster "Read Dead Redemption" geprägt war.

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Der US-amerikanische Spielepublisher Take-Two hat im vergangenen ersten Quartal seines Geschäftsjahrs 334 Millionen US-Dollar (245 Mio. Euro) umgesetzt. Im Vergleichsquartal des Vorjahres, das unter anderem vom Erfolgstitel Red Dead Redemption geprägt war, erwirtschaftete das Unternehmen noch 375 Millionen US-Dollar Umsatz. Nun blieb Take-Two im unterem Bereich seiner eigenen, im Mai gesetzten Erwartungen. Unterm Strich steht laut Mitteilung für das Ende Juni beendete Vierteljahr ein Nettoverlust von 8,6 Millionen US-Dollar, während das Unternehmen vor einem Jahr noch 27,4 Millionen US-Dollar in schwarzen Zahlen schreiben konnte.

Als Titel, die am meisten zum Umsatz beigetragen haben, hebt Take-Two L.A. Noire, Duke Nukem Forever, NBA 2K11 und Carnival Games: Monkey See, Monkey Do hervor. Vom Detektiv-Spiel L.A. Noire seien allein 4 Millionen Exemplare abgesetzt worden und vom Sport-Spiel NBA 2K11 5,5 Millionen, hieß es weiter in der Mitteilung. Wie oft sich der lang erwartete Titel Duke Nukem Forever verkaufte, sagte Take-Two nicht. Das Spiel, das einige negative Kritik erfahren hat, werde sein Unternehmen aber gewinnbringend verkaufen, sagte Take-Two Strauss Zelnick laut Wall Street Journal. Von dem im Mai 2010 gestarteten Titel Red Dead Redemption wurden 11 Millionen Exemplare abgesetzt.

Die auf digitalem Wege vertriebenen Titel und anderer Content trugen 24,6 Millionen US-Dollar zum Gesamtumsatz bei. Das ist eine Steigerung von 49 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für das laufende Quartal rechnet Take-Two mit 70 Millionen bis 85 Millionen US-Dollar Umsatz und einem Verlust von 55 bis 65 Cent je Aktie. Analyten waren von einer besseren Prognose ausgegangen. Im gesamten Geschäftsjahr sollen bis zu 1,1 Milliarden US-Dollar Umsatz zusammenkommen. (anw)