Verizon will Internetnutzer bei Copyright-Verletzungen verwarnen

Der Unterhaltungskonzern Disney hat mit dem US-Telecom-Anbieter einen Vertrag ĂĽber die Sendung von TV-Programminhalten geschlossen und will sich mit Hilfe von Verizon vor nicht autorisierter Verbreitung seiner Inhalte schĂĽtzen.

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Der US-amerikanische Telecom-Anbieter Verizon und Disney haben einen Vertrag über die Lieferung und Verbreitung von Unterhaltungsinhalten geschlossen. Im Rahmen dessen haben die beiden Konzerne laut Mitteilung vereinbart, dass Verizon Hinweise von Disney an User weiterleitet, die Disney-Produkte unautorisiert verbreiten. Die Daten der betroffenen Nutzer würden jedoch nicht Disney gemeldet, stattdessen erhalten sie von Verizon die Warnung, dass sie möglicherweise das Gesetz verletzen. Der Telecom-Anbieter werde den Internetzugang jener Nutzer sperren, die mehrfach verwarnt wurden. Nutzerdaten würden nur herausgegeben, wenn eine richterliche Anordnung vorliegt, heißt es in der Mitteilung.

Verizon hatte sich vor zwei Jahren erfolgreich gegen die Musikindustrie gewehrt, die gerichtlich erzwingen wollte, dass der Telecom-Anbieter Daten von Kunden zwecks Verfolgung des illegalen Tausches von Musik herausgibt. Nun spricht Verizon-CEO Ivan Seidenberg von einem wichtigen Schritt der Zusammenarbeit zwischen den Branchen, um dem "ernsthaften Problem der Copyright-Verletzungen über das Internet" beizukommen. Allerdings werde Verizon sein Versprechen einhalten, die Daten der Verizon-Kunden zu schützen und nur Informationen herauszugeben, wenn gerichtliche Anordnungen gemäß dem Digital Millennium Copyright Act (DMCA) vorliegen.

Disney beliefert Verizon in den kommenden Jahren mit einer Reihe von Fernsehprogrammen, darunter ABC Family, ABC News Now, Disney Channel, ESPN, ESPN2, ESPN Classic und ESPNEWS, die von Verizon ĂĽber dessen Glasfasernetz gesendet werden. (anw)