Erik Walter räumt Chefsessel bei Arrow ECS

Nach exakt 22 Monaten kam das Aus für Erik Walter bei Arrow ECS. Der Deutschland-Geschäftsführer verlässt den Value Add Distributor. Die Nachfolge tritt Jesper Trolle in Personalunion zu seiner Funktion als Zentral- und Osteuropachef an.

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Von
  • Wolfgang KĂĽhn

Erik Walter ist „mit sofortiger Wirkung“ nicht mehr Geschäftsführer bei Arrow ECS

(Bild: Arrow ECS)

Die Antwort könnte nicht knapper ausfallen, als heise resale bei Arrow ECS in Fürstenfeldbruck nach dem Verbleib von Erik Walter fragte. Ja, so hieß es, Erik Walter sei mit sofortiger Wirkung nicht mehr im Unternehmen. Mehr könne man nicht sagen. Einzig: An der Unternehmensstrategie werde sich nichts ändern. Die Geschäftsführung der Arrow ECS GmbH habe Jesper Trolle übernommen. Das ist keine Überraschung. Trolle ist Vice President Central and Eastern Europe, und damit Vorgesetzter des bisherigen Deutschland-Chefs.

Walter kam im Oktober 2009 als Geschäftsführer zur damaligen DNS, die bereits seit 2005 zum Arrow-Konzern gehörte. Er löste die DNS-Geschäftsführer Dieter Hahn und Rainer Heinzlmaier ab, die das Unternehmen verließen. Im Februar vergangenen Jahres wurde DNS in Arrow ECS GmbH (Enterprise Computing Solutions) umbenannt. Erik Walter war zuvor etwa fünf Jahre bei Magirus in Stuttgart, zuletzt Vice President und General Manager für Vertrieb und Marketing in der DACH-Region. Weitere Stationen in den etwa 20 Berufsjahren des heute 51jährigen Topmanagers waren unter anderem Vertriebsdirektion bei Tech Data und in der Geschäftsführung bei Inifinigate.

Jesper Trolle übernimmt die deutsche Geschäftsführung

(Bild: Arrow ECS)

Ausstiegsgründe können nur vermutet werden

Die Abkehr vom Chefsessel bei Arrow ECS ist, so darf vermutet werden, Walter sicherlich nicht leicht gefallen. Der als geradlinig bekannte Manager hat auch in der Vergangenheit immer dann die Konsequenzen gezogen, wenn er merkte, dass er mit seinen Vorstellungen zur Unternehmensstrategie nicht weiter kam, obwohl Korrekturen nötig wären. Dazu passt auch eine Beschreibung seines Verständnisses als Geschäftsführer: Man sei immer das Gesicht des Unternehmens. Das klingt zwar nach Binsenweißheit, ist aber in der Praxis längst nicht mehr selbstverständlich. Die Entwicklung bei Arrow ECS jedenfalls lässt den Verdacht zu, dass Walter unter Umständen mit den Perspektiven der Unternehmensentwicklung nicht mehr einverstanden gewesen sein könnte. (gs)