MSI tauscht Grafikkarten mit fehlerhaftem Nvidia-Chip um
Aus ungeklärter Ursache weisen bestimmte Exemplare des Modells NX6800GT-T2D256E für PCI-Express-Systeme eine etwas geringere Leistung auf. MSI bestreitet, dass der falsche Grafikchip verbaut wurde.
Aus ungeklärter Ursache weisen bestimmte Exemplare des Modells NX6800GT-T2D256E für PCI-Express-Systeme eine etwas geringere Leistung auf. MSI bestreitet, dass der falsche Grafikchip verbaut wurde. Allerdings liegt in Tests wie dem 3DMark2003 das Ergebnis in einigen Fällen um rund 10 Prozent unter dem normalen Wert für eine GeForce-6800-GT-Karte. Tools wie der Riva-Tuner identifizieren den Grafikchip als Standard-Version (non-GT, NV40), der nur fünf statt sechs Vertex-Shader und lediglich zwölf statt sechzehn Pixel-Pipelines besitzt.
MSI beteuert allerdings, nicht den langsameren Chip verbaut zu haben -- was sich schon an der Größe des Bausteines erkennen ließe. Einen anderen Grund für die Leistungsschwäche kann die Firma aber auch nicht angeben. Betroffene Kunden können bei ihrem Händler die Karte entweder umtauschen oder zurückgeben, wobei der Kaufpreis erstattet wird.
Wie techPowerUp! berichtet, fügt sich dieser Vorfall mit der MSI-Grafikkarte in eine Reihe anderer Problemfälle mit Nvidia-Grafikkarten ein. Der Bericht erwähnt außer MSI auch Gigabyte und die Marke PixelView (PowerTech bzw. ProLink). Wer auf Probleme stößt, sollte seine Grafikkarte zurückgeben. Freischalten von Pipelines und andere Manipulationen führen dagegen zum Garantieverlust. (Manfred Bertuch) / (jk)