Nordkorea dementiert kriminelle Hacker-Aktionen
Das "Komitee für eine friedliche Wiedervereinigung des Vaterlands" sieht laut einem Medienbericht in den Verdächtigungen eine "unverzeihliche Provokation" Südkoreas.
Nordkorea hat am Wochenende Vorwürfe zurückgewiesen, an Cyberattacken auf südkoreanische Netzwerke und Privatrechner beteiligt zu sein. Das "Komitee für eine friedliche Wiedervereinigung des Vaterlands" der Partei der Arbeit Nordkoreas sehe in den Verdächtigungen eine "unverzeihliche Provokation", berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap. Das Marionettenregime in Südkorea habe die Beschuldigungen aufgestellt, um das Außenbild Nordkoreas zu beschädigen und um eine Begründung für seinen Konfrontationskurs zu haben.
Südkorea verdächtigt seit einiger Zeit Hacker des Nordens, in IT-Systeme des Südens eingedrungen zu sein und Webseiten attackiert zu haben. Anfang August hat die südkoreanische Polizei angeblich den ersten Fall aufgedeckt, in dem nordkoreanische Hacker aus kriminellen Aktionen Profit für ihr Regime herausschlagen. Dabei soll eine Bande mit Hilfe von Nordkoreanern Online-Spieleserver infiltriert und mit ergaunerten "virtuellen Gütern" profitable Geschäfte getrieben haben. Im Mai war die größte südkoreanische Bank Nonghyup Ziel einer Cyberattacke.
Am Samstag wurde in Südkorea bekannt, dass persönliche Informationen von 3664 ehemaligen Sondereinsatzkräften der südkoreanischen Armee von der Website ihrer Organisation im Web zugänglich waren. Darunter seien neben den Namen die Telefonnummern, E-Mail-Adressen und die Einheiten, in denen sie gedient haben. Das südkoreanische Militär untersucht nun, ob die Daten durch Hacker öffentlich wurden. (anw)