Intel unterstützt Wimax-basierte Testprojekte in Südostasien

Ende des Jahres sollen Pilotversuche in Malaysia, Thailand und Vietnam Schulen, Krankenhäuser und landwirtschftliche Betriebe in Regionen ohne Festnetz drahtlos anschließen. Die Testergebnisse sollen entwicklungspolitischen Zielen dienen.

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Von
  • Sven-Olaf Suhl

Den bevölkerungsreichen Ländern in Südostasien bietet Intel seine Unterstützung beim Aufbau von drahtlosen Internet- und Voice-over-IP-Anschlüssen auf der Basis von Wimax an. Der Chiphersteller, der sich maßgeblich im Wimax-Forum für die Fortentwicklung des Standards IEEE 802.16 einsetzt, gibt sich überzeugt, dass die drahtlose, breitbandige Anschlusstechnik die Staaten beim Erreichen ihrer Entwicklungsziele unterstützen kann, indem Telefon- und Internetdienste auch in Regionen verfügbar werden, die über keine ausreichende Festnetzinfrastruktur verfügen. Nach Angaben von Intel starten bis Ende des Jahres Pilotversuche in Malaysia, Thailand und Vietnam, um zum Beispiel Schulen, Krankenhäuser oder landwirtschftliche Betriebe anzuschließen. Weitere Versuche in Indonesien und Vietnam erwartet Intel im Verlauf des Jahres 2006.

In Thailand sind die Versuche in Kooperation mit dem Telecom-Anbieter True Corp. im Norden und Nordosten des Landes in den Provinzen Nakhon Ratchasima, Chiang Mai und Roi Et geplant. Insbesondere in ländlichen Gebieten sollen verschiedene technische Varianten der drahtlosen letzten Meile und der Herstellung des Rückkanals getestet und auf ihre Wirtschaftlichkeit hin überprüft werden. Entwicklungshilfeorganisationen sollen in einem weiteren Schritt aus den Testergebnissen drahtlose Anschlusskonzepte entwickeln, die auf die Bedürfnisse der Entwicklungsregionen zugeschnitten sind und als Vorbild für ähnliche Projekte dienen.

Intel macht keine Angaben dazu, ob und in welchem Umfang es die Testprojekte finanziell unterstützt beziehungsweise welche Einnahmen sich das Unternehmen aus einer Verbreitung von Wimax in der Region erhofft. Hingegen stellt der Konzern heraus, dass die Wimax-Projekte den Ländern in Südostasien dazu verhelfen könnten, die so genannten Millenium Development Goals zu verwirklichen. Die Vereinten Nationen haben sich darin unter anderem zum Ziel gesetzt, die Ausbreitung von HIV/AIDS zu bremsen und bis 2015 die Zahl der von extremer Armut betroffenen Menschen zu halbieren und möglichst vielen Zugang zu Bildungsmöglichenkeiten zu verschaffen. (ssu)