Konsumgüterindustrie forciert Internet-Werbung
Web-Reklame für Cola, Kosmetika und Wegwerfwindeln wurde im zweiten Quartal fast so oft angeklickt wie Autowerbung. Gegenüber dem Vorjahr haben sich die Ad Impressions der Branche mehr als verdreifacht, meldet der Branchendienst "Kontakter".
Die Konzerne der Konsumgüterindustrie, wie Coca Cola, Procter & Gamble oder Unilever, werben verstärkt im Internet. So stieg der so genannte Werbedruck dieser Konzerne im ersten Halbjahr 2005 gegenüber dem ersten Halbjahr 2004 um 333 Prozent. Das berichtet der Nachrichtendienst der Kommunikationsbranche Kontakter mit Bezug auf eine Erhebung des Marktforschungsinstituts Nielsen Netratings.
Allein im Verlauf dieses Jahres steigerte sich der auf die Web-Surfer ausgeübte "Werbedruck" für Konsumgüter vom ersten auf das zweite Quartal 2005 um 115 Prozent und lag im zweiten Quartal mit 1,5 Milliarden "Ad Impressions" nur knapp hinter dem Internet-Werbeaufkommen der Automobilbranche, die 1,66 Milliarden Ad Impressions im zweiten Quartal zählte. Der Begriff Ad Impressions steht für die Anzahl der messbaren Sichtkontakte von Surfern mit der jeweiligen Internet-Werbung. Im ersten Halbjahr 2004 hatte die Konsumgüterindustrie erst knapp 660 Millionen Werbemittel auf deutsche Websites losgelassen. Im abgelaufenen Halbjahr 2005 stieg dieser Wert auf mehr als das Dreifache, nämlich knapp 2,2 Milliarden Ad Impressions.
Den größten Werbeaufwand innerhalb der Konsumgüterindustrie trieb der Studie zufolge im August der Getränkefabrikant Coca Cola. Der Konzern belegte mit der Kommunikation für seine Marken "Powerade" (135,2 Millionen Ad Impressions) und "Coca Cola" (47,7 Millionen Ad Impressions) den ersten und dritten Platz. Auf Platz zwei liegt im August Procter & Gamble mit Online-Werbemitteln für die Kosmetikmarke "Oil of Olaz" (80,5 Millionen Ad Impressions). (ssu)