Chrome und Farbprofile

Der Browser Chrome gefällt mir viel besser als Firefox und Safari, zeigt aber anders als diese auf meinem Wide-Gamut-Monitor trotz Kalibrierung überzeichnete Farben. Woran liegt das und wie kann ich das ändern?

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Der Browser Chrome gefällt mir viel besser als Firefox und Safari, zeigt aber anders als diese auf meinem Wide-Gamut-Monitor trotz Kalibrierung überzeichnete Farben. Woran liegt das und wie kann ich das ändern?

Firefox und Safari nutzen das in Windows und Mac OS eingestellte Farbprofil, um den Farbraum der Fotos korrekt auf den Monitorfarbraum umzurechnen. Chrome macht das von sich aus nicht, wie auch Opera und der Internet Explorer.

Wenn der Parameter - -enable-monitor-profile am Aufruf von chrome.exe hängt, wertet der Browser das Monitorprofil korrekt aus.

Per Startparameter --enable-monitor-profile lässt sich Chrome aber doch dazu überreden, das Monitorprofil zu nutzen: Klicken Sie dazu unter Windows mit der rechten Maustaste auf das Icon, mit dem Sie Chrome normalerweise starten, und wählen Einstellungen aus, hängen Sie dort --enable-monitor-profile an den Aufruf von Chrome in der Zeile „Ziel“ an. Haben Sie Chrome in der Startleiste verankert, machen Sie zuerst einen Rechtsklick auf das Icon der Startleiste und dann auf das Google-Icon im sich öffnenden Menü. Nun rechnet Chrome sämtliche Farben – nicht nur aus Bildern, sondern auch per CSS oder in HTML angegebene – auf den Monitorfarbraum zurecht.

Chrome ist weiterhin nicht in der Lage, in Bildern eingebettete Farbprofile richtig auszulesen, sondern interpretiert alles als sRGB – was für die weitaus meisten Fotos auch richtig ist. Die paar mit AdobeRGB-Farbraum gespeicherten Fotos erscheinen nun allerdings mit zu blassen Farben. (jow)