Motorola: Nach Massenentlassungen gut erholt
Trotz hoher Jahresverluste zeichnet sich bei Motorola eine Wende ab.
Trotz hoher Jahresverluste zeichnet sich bei Motorola eine Wende ab. Wie das Unternehmen am späten Mittwoch (Ortszeit) mitteilte, verbuchte der Hersteller 1998 einen Verlust von rund einer Milliarde US-Dollar (1,68 Milliarden Mark). Im Jahr zuvor hatte Motorola noch einen Gewinn von 1,2 Milliarden Dollar erwirtschaftet. Nach massiven Stellenkürzungen im Sommer, die rund 17.000 Mitarbeitern den Job kosteten, schreibt das Unternehmen jedoch wieder schwarze Zahlen und erzielte im vierten Quartal einen Gewinn von 159 Millionen Dollar (1997: 321 Millionen).
Für die hohen Jahresverluste sind nach Angaben von Motorola-Präsident Robert L. Growney die mit den Entlassungen verbundenen Sozialpläne verantwortlich; im Zuge der Kündigungen hatte das Unternehmen zum Teil hohe Abfindungen gezahlt. Zur Zeit stehen mindestens weitere 5 500 Stellen auf der Kippe; davon allein 4 500 im Zubehör- und Computersektor. (em)