Start des Studenten-Satelliten SSETI Express verschoben

Da Probleme mit dem Hauptsatelliten auftraten, kann das als sekundäre Nutzlast vorgesehene "Studentenraumschiff" nicht wie vorgesehen morgen vom russischen Kosmodrom in Plesetsk ins All aufbrechen.

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Der Start einer Cosmos-3M-Rakete vom russischen Kosmodrom in Plesetsk ist auf einen unbestimmten Termin verschoben worden. Damit wird der als sekundäre Nutzlast vorgesehene pan-europäische studentische Mikrosatellit SSETI Express (Student Space Exploration and Technology Initiative) nicht wie geplant morgen ins All transportiert. Beim Hauptsatelliten seien technische Probleme kurz vor dem geplanten Start aufgetaucht, die zunächst eine Verschiebung des Startdatums auf den 30. September 2005 und schließlich auf einen noch unbestimmten Termin nötig gemacht hätten, teilt das SSETI Propulsion Team mit. Auch werde das "Launch Event" an der Universität Stuttgart nicht am 4. Oktober stattfinden.

An Bord des Waschmaschinen-großen Satelliten mit einer Ladekapazität von 24 kg befinden sich drei jeweils ein Kilogramm schwere Mini-Satelliten. Sie sollen ausgesetzt werden, wenn SSETI Express den Orbit erreicht. Das Projekt wird unter Aufsicht des Education Department der europäischen Raumfahrtagentur ESA durchgeführt. Alle wichtigen Subsysteme wie Energiekontrolle, UHF-Kommunikation, Onboard-Rechner, Positionskontrolle, Antriebssystem und Kamera wurden von Studenten an verschiedenen europäischen Hochschulen entwickelt. Die ESA leistete Unterstützung bei Koordination, Tests und Konstruktion sowie der Organisation des Starts. (anw)