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www.blockposters.com

Will man ein tolles Foto zu Hause im Posterformat zu Papier bringen, ist aufwendige Maßarbeit in der passenden Grafiksoftware gefragt. Viel einfacher geht das mit Blockposters. Der Dienst erzeugt aus einem hochgeladenen Bild einen auf mehrere Seiten verteilten PDF-Abzug der Vorlage. Wie viele Seiten genau, bestimmt man selbst: Maximal sind zehn mal zehn A4-Seiten oder gut drei Meter mal zwei Meter möglich. Druckt man die Vorlage auf A3 aus, bedeckt sie die doppelte Fläche.

Das eigene Bild darf dabei höchstens ein Megabyte groß sein, das resultierende PDF-Dokument fällt um einiges größer aus. Eine gewisse Unschärfe muss man aufgrund der geringen Dateigröße und der Transformation einkalkulieren – im Großformat verstärkt das in manchen Fällen sogar noch die künstlerische Wirkung. In der Galerie finden sich auch Ansätze, wie man die Bildblöcke kreativ beispielsweise für Möbel- und Raumdesign verwenden kann. Die Kosten fürs Blockpostern beschränken sich rein auf den Ausdruck. (Tobias Engler) /


www.fragdenstaat.de
www.whatdotheyknow.com

Anfragen nach dem seit 2006 geltenden Informationsfreiheitsgesetz sind eine komplexe Angelegenheit. Das Internetportal FragDenStaat will es Bürgerinnen und Bürgern leichter machen, Informationen von Bundesbehörden und -ministerien online einzuholen. Mit einer interaktiven Anfrage hilft die Seite, die richtige Behörde für das jeweilige Thema auszumachen und generiert ein Schreiben mit Textbausteinen, das der Anwender nur noch um spezifische Informationen und seine Anschrift ergänzen muss.

Die Antworten auf die Anfragen stellen die Initiatoren online. Das bündelt die Anfragen und vermeidet auf lange Sicht mehrfache Anfragen zum gleichen Sachverhalt. Der Betreiber, die Open Knowledge Foundation Deutschland, will die gesetzlich garantierte Informationsfreiheit auf diesem Wege praktisch umsetzen. Vorbild ist die britische Webseite WhatDoTheyKnow?, über die im vergangenen Jahr britische Bürger bereits 12 Prozent aller Anfragen an Behörden gestellt haben. Elf Organisationen und Initiativen unterstützen FragDenStaat, darunter Transparency International, die Deutsche Gesellschaft für Informationsfreiheit, die Digitale Gesellschaft und die Journalistenverbände DJU und DJV.


www.krimi-couch.de
www.mysterynet.com
www.fuenfbuecher.de

Kriminalromane können durchaus auch literarische Qualitäten haben, Voraussetzung für deren Veröffentlichung ist das aber nicht. Wer die Spreu vom Weizen trennen will, kann sich auf der Krimi-Couch beraten lassen. Hier werden seit vielen Jahren aktuelle Neuerscheinungen besprochen und bewertet. Die Skala, auf der die Couch-Rezensenten sowie die Leser jeweils ihre eigene Einstufung vornehmen, reicht von Altpapier bis Meisterwerk. In (Video-)Interviews lernen Leser zudem ihre Autoren besser kennen. Nett gemacht ist auch das Krimi-Quiz, das 25 Fragen aus einem (virtuellen) Topf zieht und im Stile einer Ratewand präsentiert.

Wer lieber selbst Fälle löst, ist mit den Mini-Rätseln von MysteryNet gut bedient – die gibt es allerdings nur in englischer Sprache. Thematisch breiter gefasst ist das Spektrum des hübsch anzusehenden Blogs Fünf Bücher. Hier präsentieren die Macher Melanie Voß und Philippe Wyssen nicht ganz im Tagesabstand mehr oder minder bekannte Persönlichkeiten, die ihre fünf Lieblingsbücher vorstellen dürfen. So erfährt man unter anderem, dass Elke Heidenreich Doktor Dolittle ihr tierisches Einfühlungsvermögen verdankt. Die Titelbilder der auserwählten Werke verlinken auf Amazon; die Erlöse aus Verkäufen gehen an ein noch von den Lesern zu bestimmendes wohltätiges Projekt. (Tobias Engler) /


www.hospitalityclub.org
www.couchsurfing.org
www.globalfreeloaders.com

Das Internet bringt Gäste und Gastgeber aus aller Welt zusammen. Über eine Datenbank kann der Gastgeber Quartiere melden, der Reisende daraufhin Kontakt aufnehmen. Mittels der Dienste lassen sich auch Führungen oder Sightseeing-Touren vereinbaren, oft abseits des Massentourismus. Die Online-Dienste sind für beide Teilnehmer grundsätzlich kostenlos. Sie sorgen für eine gewisse Sicherheit, indem sie etwa verlangen, dass sich die Gäste ausweisen können. Diese Netzwerke gibt es zwar schon seit vielen Jahrzehnten, durch das Internet und den dadurch leichteren Informationsaustausch haben sie aber einen gewaltigen Schub erhalten. Neu entstandene Netzwerke haben den Vorgängern aus der Offline-Welt schon lange den Rang abgelaufen.

Einer der ältesten Internet-Dienste dieser Art ist der vor über zehn Jahren gegründete Hospitality Club, der inzwischen deutlich über eine halbe Million Teilnehmer hat. Die Webseite bietet ein Reise-Wiki und Foren. Die Übernachtungen sind zwar genau wie der Dienst kostenlos, für Leistungen wie Mahlzeiten oder Telefonate können die Gastgeber aber einen Kostenausgleich verlangen.

Erheblich größer ist die Mitgliederzahl beim einige Jahre jüngeren Angebot CouchSurfing. Seine Spitzenposition hat es offenbar erobert, weil es sich nicht auf die reine Gästevermittlung beschränkt, sondern obendrein viele Funktionen eines sozialen Netzwerks bietet, beispielsweise einen Planer für Veranstaltungen der Mitglieder.

Der kleinste hier vorgestellte Dienst ist GlobalFreeloaders mit nur rund 30 000 Nutzern, der von jedem Mitglied verlangt, auch als potenzieller Gastgeber zu fungieren. Der Service ist fĂĽr Australien-Reisende interessant, denn dort ist er besonders verbreitet.

www.ct.de/1119188


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