Macromedias ColdFusion MX 7 veröffentlicht
Macromedia hat, zehn Jahre nach dem Erscheinen der ersten Version, ein neues Release des Application-Servers ColdFusion veröffentlicht.
Macromedia hat, zehn Jahre nach dem Erscheinen der ersten Version, ein neues Release des Application-Servers ColdFusion veröffentlicht. Erhältlich ist das Produkt in einer Standard- und einer rund dreimal so teuren Enterprise-Edition.
Des Hersteller positioniert ColdFusion MX 7 primär als Ergänzung und nicht als Ersatz für .NET- oder J2EE-Lösungen. ColdFusion stellt einen Scripting-Layer für etablierte Anwendungsserver (Macromedia JRun, IBM WebSphere und BEA WebLogic) zur Verfügung, dem über die CFML (ColdFusion Markup Language) genannte Scriptsprache Leben eingehaucht wird. Alternativ kann ColdFusion für kleinere oder mittlere Projektgrößen als Stand-Alone-Server betrieben werden. Probleme in Hinblick auf die Skalierbarkeit von ColdFusion-Lösungen sollen in der neuen Version behoben sein, wobei größere Projekte in diesem Bereich wohl auch mit der neuen Version nicht auf die professionellen Lösungsansätze etablierter J2EE Server verzichten können. Wer ColdFusion zusammen mit einem der genannten Applikations-Server nutzen möchte, ist auf die Enterprise-Edition angewiesen.
Um Neuerungen bereicherte Macromedia sein Server-Produkt in erster Linie mit Vereinfachungen bei der Erstellung von anspruchsvolleren Ausgabeformaten. Neu ist beispielsweise ein Reportgenerator mit rund 200 Vorlagen für Geschäftsgrafiken, die Integration von druckbarem Content als PDF- oder FlashPaper-Dokument oder die Integration eines SMS-Gateways. Diese Funktionen spiegeln Macromedias Ausrichtung auf Entwickler wieder, die primär kleine oder mittlere Projekte umsetzen wollen.
CFML-Dateien können in der neuen Version kompiliert und als Java-Bytecode ausgeliefert werden. Damit will Macromedia das Deployment vereinfachen, und die Entwickler schützen auf diese Weise ihren Code vor den Blicken Dritter. Die nun mögliche Integration einer Anwendung zusammen mit der benötigten ColdFusion-Runtime in eine einzelne EAR- (Enterprise Archive) oder WAR- (Web Archive) Datei stellt eine weitere Erleichterung beim Deployment dar.
FĂĽr die Entwicklung mit ColdFusion MX 7 werden Windows-, Linux-, SUN- und MacOS-10.3-Umgebungen unterstĂĽtzt. Als Server-Plattform kommen unter Windows ausschlieĂźlich die Server-Varianten infrage. Apples Mac steht offiziell nicht als Serverplattform zur VerfĂĽgung. (Detlef Beyer) / (hob)