Lagardère verkauft 80 Prozent seiner T-Online-Aktien [Update]

Der französische Medienkonzern kam 2000 durch Aktientausch an seinen T-Online-Anteil, als die Telekom-Tochter den französischen Internet-Provider Club Internet übernahm.

vorlesen Druckansicht 38 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.
Von
  • dpa

Der französische Medienkonzern Lagardère hat zum Ablauf des Kaufangebotes der Deutschen Telekom 55,9 Millionen Aktien oder 80 Prozent seiner Beteiligung an T-Online verkauft. Der Großteil sei an die Telekom abgegeben worden, teilte Lagardère am Dienstag in Paris mit. Der Preis wurde nicht genannt. Bei dem Preisangebot der Telekom von 8,99 Euro wären es gut 500 Millionen Euro.

13,7 Millionen T-Online-Aktien hat Lagardère behalten, um sie gegen noch offene Wechselanleihen auf T-Online-Aktien abgeben zu können. Für 592 Millionen Euro kaufte der Medienkonzern entsprechende Wechselanleihen zurück. Bei einem Buchwert von 7,5 Euro je T-Online-Aktie macht Lagardère mit dem Aktienverkauf einen Buchgewinn von gut 83 Millionen Euro. Lagardère kam Anfang 2000 durch Aktientausch an seinen Anteil, als T-Online den französischen Provider Club Internet übernahm.

Am vergangenen Freitag war die Frist zur Annahme des Barangebots der Telekom abgelaufen. Der Bonner Telekommunikationsriese will seine Internettochter im Zuge einer Neuausrichtung seiner Geschäfte wieder in den Konzern reintegrieren. Aktionäre, die die Barofferte nicht annehmen, sollen für ihre T-Online-Papiere T-Aktien erhalten. Das Umtauschverhältnis liegt dabei zwischen 0,45 und 0,55 T-Aktien für ein T-Online-Papier.

Einen Tag vor Ablauf der Frist waren der Telekom erst 3,6 Millionen T-Online-Aktien angeboten worden, womit deren Beteiligung an T-Online leicht auf 74,2 Prozent stieg. Die endgültige Zahl soll erst Ende dieser Woche bekannt gegeben werden. Durch den Verkauf von Lagardère (4,5 Prozent) dürften sich die Telekom-Anteile an T-Online weiter erhöht haben. (dpa) / (jk)