Macromedia-Übernahme drückt Gewinn bei Adobe
Im zweiten Quartal machte der Software-Anbieter mit 123 Millionen US-Dollar weniger Gewinn als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg hingegen infolge der Eingliederung von Macromedia deutlich auf 635 Millionen US-Dollar.
Beim US-Softwarekonzern Adobe schmälert erneut die Übernahme des Konkurrenten Macromedia den Gewinn. Bereits im vorangegangenen Quartal hatte Adobe einen Gewinnrückgang verbucht und damit die Investoren überrascht.
Der Nettoüberschuss von gut 123 Millionen US-Dollar im zweiten Quartal liegt deutlich unter dem Gewinn im zweiten Quartal 2005 (149,8 Millionen US-Dollar). Hingegen wuchs der Umsatz im zweiten Quartal 2006 auf 635,5 Millionen US-Dollar gegenüber 496 Millionen US-Dollar im Vorjahr, als die Firmen noch voneinander unabhängig waren.
Adobe räumt ein, dass die aktuellen Quartalsergebnisse die Übernahme von Macromedia widerspiegeln. Adobe habe zwar seine selbstgesteckten Umsatzziele knapp verfehlt, doch die Gewinnziele erreicht. Mit einem Gewinn je Aktie von 20 US-Cent beträgt dieser Wert allerdings nur gut die Hälfte des Gewinns je Adobe-Aktie im Vorjahresquartal (37 Cent). Der Gewinndelle zum Trotz zeigt sich Adobe-CEO Bruce R. Chizen weiterhin "begeistert" über die Wachstumsperspektiven seines größer gewordenen Unternehmens angesichts der von ihm wahrgenommenen "explosionsartigen" Wachstumsraten bei digitalem Content. (ssu)