Britische Homosexuellen-Organisation lobt IBM
Der diesjährige "Workplace Equality Index" der Organisation Stonewall wird von dem US-amerikanischen IT-Konzern angeführt.
Der IT-Konzern IBM führt den diesjährigen Workplace Equality Index der gemeinnützigen britischen Organisation Stonewall an, die sich unter anderem für die Gleichbehandlung von Homosexuellen im Arbeitsleben einsetzt. Für den Index werden Kriterien wie Unternehmensrichtlinien für den Umgang mit schwulen respektive lesbischen Arbeitnehmern und Kunden sowie deren Umsetzung berücksichtigt.
Larry Hirst, für IBM Großbritannien zuständiger General Manager, zeigt sich in einer Stonewall-Mitteilung stolz über die Auszeichnung. Er sei überzeugt davon, dass die Prinzipien der Vielfältigkeit, Integration und Gleichberechtigung in jedem modernen, erfolgreichen Unternehmen Fuß fassen sollten. Diese Auszeichnung gebe IBM weiteren Anschub, diese Prinzipien anzuwenden.
Stonewall wurde 1989 von einer Gruppe Frauen und Männer als Reaktion auf den 1988 eingeführten Paragraphen 28 des Local Government Act gegründet, der Gemeinden, Schulen und Behörden die "Förderung von Homosexualität" untersagte. Im Oktober 2003 wurde der Paragraph aufgehoben. Ein Aufstand gegen Polizeirazzien in der Bar Stonewall Inn in der New Yorker Christopher Street im Sommer 1969 wird gemeinhin als Beginn der zeitgenössischen Homosexuellenbewegung gesehen. (anw)