Millionenstrafen gegen SAP und IBM verhängt

Ungarns Wettbewerbsamt bestraft Software-Firmen wegen Kartell-Absprachen.

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  • dpa

Die ungarische Wettbewerbsbehörde GVH hat drei große Software-Anbieter wegen Kartell-Absprachen zu Geldstrafen in Höhe von insgesamt 1,5 Milliarden Forint (5,5 Millionen Euro) verurteilt. Demnach hätten sich SAP Ungarn, IBM Ungarn und die ungarische Firma ISH bei Bewerbungen um staatliche Ausschreibungen wettbewerbswidrig miteinander verabredet. Auf diese Weise hätten sie Aufträge für die EDV-Ausstattung von fünf ungarischen Krankenhäusern und Universitäten im Wert von 13 Milliarden Forint bekommen (47 Millionen Euro). Die Unternehmen kündigten Klagen gegen die Entscheidung an.

Nach Angaben des Amtes stellten die drei Firmen nach geheimen Absprachen ihre Angebote so auf, dass jeweils eine von ihnen bei den Ausschreibungen sicher zum Zug kam. Das Amt verurteilte IBM und SAP zu jeweils 690 Millionen Forint (2,5 Millionen Euro), den lokalen IBM-Partner ISH zu 130 Millionen Forint Geldstrafe. (dpa) ()