IFA

Toshiba-Notebook stellt 2D und 3D simultan dar - ohne Brille

Toshibas Qosmio-F750-Serie zeigt räumliche Bilder ohne Brille, kann aber gleichzeitig auch 2D-Inhalte unverzerrt darstellen. Die eingebaute 500-GByte-Festplatte soll mit einem 4-GByte-NAND-Flashmodul beschleunigt werden.

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Lustig, aber unnĂĽtz: Auf dem Toshiba-Messestand werden "Bye-Bye"-Brillen verteilt..

(Bild: Toshiba)

"Bye Bye" ist quer über die Gläser der "Sonnenbrillen" gedruckt, die Toshiba auf dem IFA-Stand (Halle 21b) verteilt. Die Aktion produziert reichlich Plastikmüll – verwenden kann man die Brillen wegen des Aufdrucks nicht –, aber zumindest die Botschaft kommt an: Toshiba meint es ernst mit dem brillenlosen 3D. Neben autostereoskopischen Fernsehern zeigen die Japaner mit der Qosmio-F750-Serie Notebooks, die räumliche Bilder ohne Brille anzeigen können. Das Besondere: 3D- und 2D-Inhalte lassen sich gleichzeitig darstellen.

Bei den ebenfalls auf der IFA vorgestellten Vaio-S-Notebooks von Sony muss man für den Autostereoskopiemodus eine spezielle Linsenscheibe vors Display schnallen – 3D-Inhalte sehen dann zwar räumlich aus, 2D-Bilder dafür vollkommen verzerrt, kleine Schriften kann man nicht mehr entziffern. Bei den Qosmio-Notebooks sind die Linsen offenbar im LCD-Panel integriert und lassen sich an- und abstellen. Dadurch kann man beispielsweise ein räumliches Video im Fenster anschauen und nebenbei Mails schreiben.Die Auflösung des 15,6-Zoll-Full-HD-Displays (1920 × 1080 Pixel) verringert sich im 3D-Modus laut Toshiba auf 1366 × 768 Pixel.

Das Qosmio F750 gibt es in knallrot und perlweiĂź.

(Bild: Toshiba)

Fürs Eye-Tracking sorgt die eingebaute Webcam (maximal 1280 × 800 Pixel), ein Treiber bereitet die Videoausgabe entsprechend der Augenposition auf. Dadurch sieht immer nur ein einzelner Benutzer saubere 3D-Bilder. Das integrierte Blu-ray-Laufwerk spielt 3D-Filme von Silberscheibe ab, Direct3D- oder OpenGL-Programme können nicht räumlich dargestellt werden.

Angetrieben werden die neuen Qosmio-Notebooks von Intels Core i-2640QM-Prozessor mit einer Taktfrequenz von 2 GHz (im Turbomodus 2,9 GHz). Die RAM-Slots sind mit 8 GByte voll belegt. Die 500-GByte-Festplatte soll durch ein 4 GByte groĂźes NAND-Flash-Modul beschleunigt werden. Die Grafikausgabe ĂĽbernimmt ein GeForce-GT-540M-Chip. AuĂźerdem ist ein DVB-T-Tuner mit an Bord.

Die beiden Varianten Qosmio F750-10M und F750-10L unterscheiden sich nur durch die Gehäusefarbe: Das M-Modell ist knallrot, die L-Variante perlweiß. Die Notebooks sollen noch im September für 1500 Euro in den Handel kommen. (jkj)