Regierungscomputer vermehrt im Visier ausländischer Geheimdienste

Das Computersystem der Bundesregierung war im vergangenen Jahr offenbar massiven Cyber-Attacken ausländischer Geheimdienste ausgesetzt. Das geht laut Nachrichtenmagazin Focus aus einem geheimen BSI-Lagebericht hervor.

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Das Computersystem der Bundesregierung war nach einem Bericht des Focus im vergangenen Jahr massiven Cyber-Attacken ausländischer Geheimdienste ausgesetzt. Das gehe aus einem vertraulichen Lagebericht des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) hervor, der dem Magazin vorliegt.

Demnach identifizierten die IT-Experten 1761 Verdachtsfälle als „gezielte Angriffe“. Als Angreifer seien ausländische Geheimdienste ausgemacht worden. Die „IT-Gefährdungslage hat sich Ende des Jahres 2010 nochmals verschärft“, zitiert der Focus aus dem Papier. Schon im Februar hatte der damalige Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) auf der Münchner Sicherheitskonferenz berichtet, dass das deutsche Regierungsnetz täglich vier- bis fünfmal angegriffen werde. (dpa) / (uk)