OCR mit Schwarzweiß-Schnellmodus

Die Texterkennung FineReader 11 arbeitet laut Hersteller ABBYY mit auschließlich schwarz-weißen Dokumenten um bis zu 45 Prozent schneller

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Von
  • Hans-Peter Schüler

Gut eine Woche nach der Ankündigung ist die jüngste Version des Texterkennungspakets FineReader für Windows im Internet-Handel erschienen. Hersteller ABBYY nennt als die wichtigsten Neuerungen von FineReader 11 einmal nicht die gesteigerte Treffergenauigkeit, sondern diverse Beispiele für schnellere Erkennungsprozesse. Demnach arbeitet die Software bei europäischen Sprachen um 25, bei asiatischen Sprachen bis zu 40 Prozent schneller. Außerdem soll das Programm, wenn man von vornherein auf die Auswertung von Farben verzichtet, noch einmal bis zu 45 Prozent Tempo zulegen, Im ebenfalls neuen Enhanced Fast Processing Mode proklamiert ABBYY sogar bis zu 70 Prozent höhere Verarbeitungsgeschwindigkeit, ohne sich dabei jedoch über etwaige Kompromisse bei der Erkennungsrate zu äußern.

Weitere Fähigkeiten der neuen Programmversion umfassen außer dem Umgang mit arabischen, vietnamesischen und turkmenischen Texten die Erzeugung von Kopf- und Fußzeilen, Seitennummern und Inhaltsverzeichnissen in ODT-Dokumenten sowie die Erstellung von MRC-PDFs – Dokumenten, in denen Bereiche mit Texten und Bildern unterschiedlich komprimiert sind. Last, but not least soll FIneReader 11 neuerdings E-Books im Format ePub oder FictionBook ausgeben können.

Während die Anwendung nach Händlerangaben Mitte September auf CD erscheinen wird, ist sie seit dem Wochenende bei einem Distributor als kostenlose Testversion sowie direkt vom Hersteller für 129 Euro als Vollversion der Professional Edition oder ab 189 Euro in der Corporate Edition online erhältlich. Letztere beherrscht zusätzlich den Export an SharePoint-Server sowie die passagenweise Schwärzung selbsterzeugter PDFs. (hps)