RegTP will Wettbewerb im Ortsnetz durch neue Funknetze fördern

Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post will noch in diesem Jahr freie Frequenzen im 3,5-GHz-Band ohne Zweckbindung an einen speziellen Technikstandard an Festnetzgesellschaften und Mobilfunker vergeben.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) will noch in diesem Jahr freie Frequenzen im 3,5-GHz-Band an Festnetzgesellschaften und Mobilfunker vergeben. Dabei soll erstmals auf die Zweckbindung an einen speziellen Technikstandard verzichtet werden. In einem Interview mit der WirtschaftsWoche sagte RegTP-Präsident Matthias Kurth: "Die Festlegung auf eine bestimmte Technologie macht keinen Sinn mehr. Die Innovationsgeschwindigkeit ist heute so hoch, dass die Verpflichtung auf einen eng definierten Standard den Wettbewerb eher behindert."

Laut Wirtschaftswoche hofft die Regulierungsbehörde darauf, dass die künftigen Betreiber die Frequenzen für die Erweiterung von lokalen Hotspots in Flughäfen, Bahnhöfen und Hotels oder zur Schließung von Versorgungslücken bei schnellen DSL-Anschlüssen einsetzen. Kurth wies darauf hin, dass das Verbuddeln neuer Kabel vor allem in ländlichen Regionen teilweise zu teuer sei. Eine echte Alternative seien die Frequenzen für Funkverbindungen. Damit könnten die vier Millionen Haushalte in Regionen ohne schnellen Internetanschluss doch noch die Möglichkeit eines preisgünstigen schnellen Internetzugangs bekommen. (pmz)